Unterschriftensammlung für den Erhalt der Realschule Linnich
Von Fr, 11. Nov. 2011 Jülicher Zeitung / Lokales / Sei [18.11.2011, 17.01 Uhr]
Fr, 11. Nov. 2011 Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 13 Von Helmut Schiffer
Wer hat Linnicher Realschüler in Trab gesetzt, um mit einer Liste Unterschriften für den Erhalt ihrer Schule zu sammeln? Eine Antwort darauf wollte nach der jüngsten Ratsitzung in Linnich unter dem Tagespunkt „Anfragen“ Kato Hilfert (Grüne) von Bürgermeister Wolfgang Witkopp haben. Der wusste als Schulträger nichts von dieser Aktion, die Hilfert als „bedenklich“ ansah. „Wer haftet, wenn etwas passiert, wenn in der Dunkelheit Kinder auf die Straße gehen, Unterschriften sammeln?“
Grundsätzlich, so Witkopp, müsse bei einer solchen Aktion der Schulträger nicht gefragt werden. „Wenn Kinder sich für ihre Schule einsetzen, finde ich dies löblich. Wenn es aber die Lehrer sind, die die Kinder dazu aufforderten, Unterschriftern zu sammeln, verstößt das gegen ihren Dienstauftrag.
Der Bürgermeister kann es sich nicht vorstellen, dass sich Schüler für die Arbeitzsplätze ihrer Lehrer einsetzen. „Das wäre ja gerade zu ein Liebesbeweis“, schmunzelte er. Hans-Friedrich Oetjen (SPD) darauf zu Ex-Lehrer Witkopp (CDU): „Dass sie so etwas in ihrer Dienstzeit erlebt haben, kann ich mir auch nicht vorstellen.“
Fakt ist aber, dass Unterschriften gesammelt werden. Wer die Initiatoren sind, war nicht zu klären. Kato Hilfert: „Wenn auf der Liste nur der einzige Satz steht, dass man mit seiner Unterschrift für den Erhalt der Realschule ist, sich aber Fünfklässern gegenüber sieht, die die Thematik absolut nicht kennen können, dann halte ich diese Aktion für unangemessen.“
Auf Nachfrage ließ die kommissarische stellvertretende Konrektorin Bettina Oidtmann wissen, „dass sie sich zu der Unterschriftenaktion nicht äußern wolle.“ Konrektor Holger Kniwel war gestern nicht zu erreichen.(hfs.)
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