Eifelregion formuliert ehrgeizige Ziele auf der ITB
Von Redaktion [15.03.2010, 16.33 Uhr]

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (Mitte), als Pfälzer Freund eines guten Tropfens, ließ sich von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (l.) und Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) über den Aufschwung in der Eifel informieren.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (Mitte), als Pfälzer Freund eines guten Tropfens, ließ sich von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (l.) und Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) über den Aufschwung in der Eifel informieren.

Auf der ITB, der weltgrößten Tourismusmesse in Berlin, zeigt man, was man hat. Das Scheinwerferlicht nutzten in dieser Woche erneut die Eifel-Gemeinden, deren ehrgeiziges Ziel es ist, zur Naturerlebnis-Region Nummer 1 in Mitteleuropa aufzusteigen, wie Helmut Etschenberg, Vorsitzender der Eifel-Tourismus NRW Agentur e.V., verkündete. „Mit der Gründung des Nationalparks Eifel wurde das Fundament gelegt, jetzt geht es darum, den Tourismus in unserer Region durch gezielte Investitionen zu fördern“, bekräftigte Landrat Wolfgang Spelthahn. Er gilt als designierter Nachfolger Etschenbergs in dem Verein, der die Aktivitäten der nordrhein-westfälischen Eifel-Kommunen bündelt und Gesellschafter der länderübergreifenden Eifel-Tourismus GmbH ist. Anhand konkreter Beispiele wurde die „Wirtschaftsförderung im Grünen“ in Berlin greifbar.

Heimbachs Bürgermeister Bert Züll stellte das Projekt Feriendorf Eifel-Tor Ressort vor. Der Spatenstich für die Anlage oberhalb des Heimbacher Staubeckens ist für April terminiert. 96 Wohnhäuser, 84 Appartements, ein Schwimmbad, zwei Restaurants sowie Geschäfte gehören zum Bauprogramm des privaten Investors. Unter dem Strich beschert das Vorhaben der kleinsten Stadt in NRW weit über 400 neue Gästebetten. Die Anlage soll voraussichtlich 2012 fertig sein.

Auch von der neuen Jugendherberge in Nideggen mit ihren 180 Betten darf ein touristischer Aufschwung erwartet werden. Mit Unterstützung des Kreises Düren baut das Jugendherbergswerk derzeit ein Domizil, das neben Schülern zusätzlich Familien und Tagungsgäste anspricht. „Die Zahl der Übernachtungen wird deutlich steigen“, freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn auf die Eröffnung der modernsten Eifel-Herberge im Herbst 2010.

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Bereits verwirklicht ist die Umwandlung der einst leer stehenden Burg Hengebach in die Internationale Kunstakademie Heimbach. Dank eines privaten Investors hat die Kultur an der Rur ein ganz außergewöhnliches Standbein bekommen. „An unserer Akademie bieten über 40 international bekannte Dozenten in diesem Jahr 160 Kurse in allen Sparten der bildenden Kunst an. Da die Klassen meist mehrtägig sind, beschert die Akademie unserer Region viele neue Übernachtungsgäste“, so Spelthahn, der das Projekt angestoßen hatte.

Doch Gäste wollen auch umsorgt werden. Hier hat der Kreis Düren mit seinem Gastronomischen Ausbildungszentrum in Nideggen eine zukunftsweisende Einrichtung geschaffen. Seit 2009 werden dort Jugendliche, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt waren, im Verbund mit einheimischen Betrieben zu Köchen und Servicefachkräften ausgebildet. „Die ersten Absolventen haben bereits feste Stellen gefunden“, berichtete Landrat Spelthahn.

Dass Lachen auch für die Wirtschaft gesund ist, wird sich im Sommer 2010 bei den Festspielen auf Burg Nideggen zeigen. Mit Atze Schröder, Jürgen Becker, Herbert Knebel, Motombo Umbokko und Der Popolski Familie gibt es dann Spaß satt. Götz Alsmann, Element of Crime, Stanfour. Max Mutzke und Ich+Ich sind weitere Highlights der Open-Air-Reihe der Kulturinitiative im Kreis Düren, die Tausende Besucher anziehen wird.

Die ITB nutzte die Delegation, zu der auch Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch, Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer sowie Dürens City-Manager Wilhelm Streb gehörten, um sich weitere Anregungen für den Aufschwung in der Eifel zu holen. Beim Rundgang über die Messe traf man mit Deutschlands oberstem Wirtschaftsförderer zusammen, Minister Rainer Brüderle. Bei einem Glas Wein wurde die Gelegenheit zum Gedankenaustausch genutzt.


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