Hohe Kosten für Winterschäden im Kreis Düren
Von Redaktion [26.02.2010, 18.52 Uhr]

Wer den ausklingenden Winter für einen ganz besonderen hält, hat Recht – und auch wieder nicht. Lange ist es her, dass an der Rur über Wochen so viel Schnee gefallen ist. Doch was die Tage mit Minus-Temperaturen betrifft, war der Winter 2008/09 nicht minder hart. Aber wer erinnert sich daran? Walter Weinberger, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung und –straßen, hat es schwarz auf weiß.

„Im Vorjahr haben wir rund 1400 Tonnen Streusalz gebraucht, um unsere Straßen eisfrei zu halten. In diesem Winter waren es bislang 1500 Tonnen – also nicht dramatisch mehr.“ Was diesmal anders war, war die öffentliche Wahrnehmung. Aufgrund der Lieferengpässe der Hersteller tauchte das – fehlende - Streusalz immer wieder in den Schlagzeilen auf. Auch der Kreis Düren hatte mit dem allgemeinen Nachschubproblem zu kämpfen, weil bestellte, fest zugesagte Lieferungen ausblieben.

Knappe Güter sind teuer. So wurden auch für Streusalz gesalzene Preise verlangt, teils das Sechsfache des Üblichen. „Wir sind davon verschont geblieben“, berichtet Kreis-Dezernent Hans Martin Steins. Zum einen war die Lagerhalle der Kreisstraßenmeisterei zum Beginn des Winters mit 1200 Tonnen Salz bis unters Dach gefüllt, zum anderen ist der Kreis Düren am Einkaufsverbund des Landesbetriebs Straßen NRW beim Deutschen Straßendienst beteiligt.

Über diese Schiene hatte der Kreis frühzeitig 600 weitere Tonnen Salz nachgeordert, zum Standardpreis von unter 50 Euro je Tonne. Die eine Hälfte der Lieferung traf über Wochen Lkw-weise ein, so dass man nie wirklich „blank“ war. „Mit der zweiten Hälfte kommen wir jetzt bequem über den Winter“, prognostiziert Weinberger. Um aber nicht auf einem Bein zu stehen, hatte der Kreis im Dezember weitere 600 Tonnen bei einem anderen Anbieter bestellt. Doch dieses Kontingent ist mittlerweile storniert, weil die Lieferung längst überfällig ist. 80 Euro hätte die Tonne Salz gekostet.

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Der Schnee ist geschmolzen, jetzt offenbaren sich die Frostschäden am 210 Kilometer langen Straßennetz des Kreises. Während die zahlreichen renovierten Straßen den Winter gut überstanden haben, besteht Handlungsbedarf an jenen, die aus gutem Grund im Ausbauprogramm sind. Dazu zählen die K 5 zwischen Müntz und Hasselsweiler, die K 12 (Ortsdurchfahrt Ederen), die K 27 (Schlich) und die K 31 (Untermaubach). Am stärksten wurde die K 36 zwischen Vossenack und Simonskall lädiert.

Sobald die Witterung es zulässt, werden überall Sofortmaßnahmen ausgeführt. Die weitergehenden Reparaturarbeiten folgen nach der Haushaltsgenehmigung Mitte des Jahres. Abzusehen ist, dass die jährlich beantragten 400.000 Euro für die Beseitigung der Winterspuren diesmal nicht ausreichen. Der Mehrbedarf wird auf 150.000 Euro geschätzt.

„Den ohnehin geplanten Ausbau der K 36 wollen wir nun vorziehen und beantragen schon jetzt entsprechende Fördermittel. Dann könnte die kurvenreiche Straße zwischen Vossenack und Simonskall schon 2012 grundlegend erneuert werden“, blickt Landrat Wolfgang Spelthahn voraus.


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