Dürener Gemeinde und "Musik im Exil"
Von Redaktion [14.02.2010, 07.33 Uhr]

„Musik im Exil“ ist ein Kammerkonzert überschrieben, zu dem die Evangelische Gemeinde zu Düren am Sonntag, 21. Februar, um 18 Uhr in die Christuskirche einlädt.

Wie andere Künstler auch, waren Komponisten in der NS-Zeit Verfolgung, Verhaftung und sogar dem Tod ausgesetzt, wenn ihre Werke nicht der herrschenden Ideologie entsprachen; zumal wenn Staatsbürgerschaft, politische Gesinnung oder die Religionszugehörigkeit als weitere Verfolgungsgründe hinzutraten. Viele Musiker gingen ins Exil, wo es nur wenigen gelang, musikalisch auch nur annähernd so Fuß zu fassen, wie es in Deutschland bzw. den besetzten Gebieten der Fall gewesen war. Andere landeten sogar in Konzentrationslagern, aus denen sie vielfach nicht zurückkamen.

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So wie die Nazis ungezählte Menschenleben und Künstlerbiographien zerstörten, zerschlugen sie auch ein lebendiges Musikleben in Deutschland. Nach der NS-Zeit gelang es nur wenigen verfemten Musikern, wieder einen Platz im deutschen Kulturleben zu finden. Die Nachkriegskultur wurde überwiegend von angepassten Musikern geprägt, die nicht daran dachten, den hinausgedrängten Kollegen Platz zu machen.

Musikalische Schätze der verfolgten Komponisten zu bergen und gleichzeitig diesen eine Art Wiedergutmachung zu leisten, ist das Verdienst des Jansa Duos, bestehend aus Christine Rox (Violine) und Klaus-Dieter Brandt (Violoncello). Bereits im letzten Jahr begeisterten sie das Dürener Publikum mit einem Programm von Barock bis klassischer Moderne durch ihre intensive Spielweise und ihr hochsensibles Zusammenspiel.

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) sind an der Abendkasse erhältlich.


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