Migrantenförderung

Frauenrat NW ehrt Kreis Düren mit 1. Preis
Von Redaktion [29.01.2010, 14.35 Uhr]

Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich (l.) und Dr. Patricia Aden (2.v.r.) überreichten Landrat Wolfgang Spelthahn, Elke Ricken-Melchert (Mitte) und Sybille Haußmann (r.) den 1. Preis

Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich (l.) und Dr. Patricia Aden (2.v.r.) überreichten Landrat Wolfgang Spelthahn, Elke Ricken-Melchert (Mitte) und Sybille Haußmann (r.) den 1. Preis

Nachdem die Prognos AG dem Kreis Düren in ihrem bundesweiten Engagementatlas 2009 bereits die Bestnote zuerkannt hatte, wurde ihm jetzt eine weitere hochrangige Auszeichnung zuteil: Der Frauenrat NW, ein Zusammenschluss von über 70 Frauenverbänden an Rhein und Ruhr, verlieh dem Kreis Düren den ersten Preis für seine vorbildliche Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Über 150 Kommunen und Kreise hatten sich im Rahmen der Ehrenamtskampagne 2009 um den Preis beworben, 14 waren in die engere Auswahl gekommen. Am Ende überzeugten die vielfältigen Anstrengungen des Kreises Düren, Zuwanderern die Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen, die Jury am meisten. Die Plätze zwei und drei wurden Wuppertal und Oberhausen zuerkannt.

So überreichte Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im NRW-Generationen-Ministerium, Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt in Düsseldorf im Rahmen eines Festaktes die Urkunde und eine Skulptur als Trophäe für den Gesamtsieg. „Die Entscheidung war eng, doch unter dem Strich hat der Kreis Düren mit seiner sehr vielfältigen Förderung verdient gewonnen“, sagte die Staatssekretärin, als sie die drei Preisträger würdigte.

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„Wir waren selbst überrascht, wie viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sich im Kreis Düren ehrenamtlich engagieren und wie viele Vereine es gibt, die nicht nur Kultur und Religion pflegen, sondern sich auch für die Bildung von Eltern und Kindern einsetzen“, berichtete Landrat Wolfgang Spelthahn der Festversammlung von der umfangreichen Studie, in der Sybille Haussmann, die Migrationsbeauftragte des Kreises, die Potenziale der Migrantenselbstorganisationen an der Rur sichtbar gemacht hatte. „Diese Studie war der Start für eine sehr intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit vielen Migrantenvereinen. Sie ist bis heute ungebrochen und wird nun durch diesen ersten Preis gewürdigt.“

Noch während des Festaktes kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn an, die Ehre auch den Menschen zuteil werden zu lassen, die durch ihre selbstlose Arbeit zum Gesamtsieg beigetragen haben. „Wir sind als Kreis ausgezeichnet worden und möchten diesen Erfolg nun gemeinsam mit den engagierten Migranten feiern“, sagte er und lud Dr. Patricia Aden als Vertreterin des Vorstandes des Frauenrates NW nach Düren ein. Stattfinden wird die Feierstunde am Mittwoch, 3. Februar, in den Räumen der Sparkasse Düren. „Wir möchten damit Dankeschön sagen für die wertvolle Arbeit, die die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für das gute Miteinander im Kreis Düren leisten“, so der Landrat. Die Einladungen werden in diesen Tagen verschickt.

In der Bewerbung um den Preis des Frauenrates NW hatten Sybille Haussmann und Elke Ricken-Melchert, Leiterin der Projektentwicklungs- und Forschungsstelle für Chancengleichheit im Kreishaus Düren, die vielfältigen strukturellen, ideellen und finanziellen Unterstützungsangebote des Kreises für Migranten beschrieben. Nachdem der Frauenrat 2004 die Förderung des Ehrenamtes allgemein und später das von und für Frauen in den Mittelpunkt gestellt hatte, rückte er bei seiner dritten Kampagne Migranten in den Fokus.


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