Sponsoren retten Prinzenempfang im Kreishaus
Von Redaktion [31.01.2010, 08.31 Uhr]

Heribert Kaptain (v.l.), Rolf Peter Hohn, Landrat Wolfgang Spelthahn und Marc Herpertz erläuterten, wie man den Närrischen Empfang des Kreises in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gerettet hat.

Heribert Kaptain (v.l.), Rolf Peter Hohn, Landrat Wolfgang Spelthahn und Marc Herpertz erläuterten, wie man den Närrischen Empfang des Kreises in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gerettet hat.

Von wegen „Schluss mit lustig!“: Am Mittwoch, 10. Februar, darf im Kreishaus Düren gelacht werden, gelacht, gesungen, geschunkelt und gebützt. Wie es seit Jahren guter Brauch am Vortag von Wieverfastelovend ist, wenn Landrat Wolfgang Spelthahn die jecke Prominenz zum größten närrischen Stelldichein von Prinzen, Prinzenpaaren und Dreigestirnen an der Rur einlädt, so wird es auch 2010 sein.

Krise der öffentlichen Finanzen, Haushaltssperre für den Kreis Düren, Absage des närrischen Empfangs und stattdessen Trübsal blasen – das Schreckenszenario, das sich Ende letzten Jahres abzeichnete, ist vom Tisch. Denn mittlerweile gibt es eine Antwort auf die Frage „Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?“ Fünf Sponsoren sorgen dafür, dass ein gutes Stück jecker Tradition in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht platzt wie ein Luftballon: der Regionalverband Düren im Bund Deutscher Karneval e.V., Coca-Cola, Gilden-Kölsch sowie die Firmen Wolff-Dienstleistungen und Herpertz-Präzision.

„Das ist eine richtig gute Nachricht, denn mit dem traditionellen Empfang sagt der Kreis Düren den vielen Vereinen und Gesellschaften Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit, die sie übers Jahr leisten“, würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn das Engagement der Sponsoren vor der Presse. Es wäre jammerschade gewesen, so der Landrat, wenn das große Rendezvous der närrischen Prominenz hätte ausfallen müssen, insbesondere weil der Kreis 2009 erstmals auch den Kinder- und Jugendtollitäten eine Bühne geboten hatte.

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In den rund 120 Vereinen, die das närrische Brauchtum im Kreis Düren hegen und pflegen, werde echte Jugendsozialarbeit geleistet, unterstrichen RvD-Präsident Rolf Peter Hohn und sein Stellvertreter Heribert Kaptain einen Aspekt der gesellschaftlichen Bedeutung der Narretei. Der Empfang des Kreises sei mit seinem regen Ordenstausch stets ein Höhepunkt der Session. Einer, der über die Jahre gewachsen ist, wie Ordensproduzent Marc Herpertz präzise nachvollziehen kann: „Anfangs haben wir 200 Orden geliefert, jetzt sind es schon 700“, berichtete er als Sponsorenvertreter.

Mit vereinten Kräften hat man die Spaßbremse namens Haushaltssperre gelöst. So übernehmen die Narren am 10. Februar die Regentschaft im Kreishaus. Um 15 Uhr bilden die Kinder- und Jugendtollitäten die Vorhut, um 17.30 Uhr schließt sich der 38. Empfang der Erwachsenen nahtlos an. „Der Indemann im leuchtenden Gewand regiert die Narren im indeland“ lautet das Motto des Tages. Et hätt halt noch immer joht jejange ...


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