Eröffnung der Internationalen Kunstakademie

Heimbach für den Künstler im Menschen
Von Redaktion [29.08.2009, 07.56 Uhr]

Beim Festakt wanderte der symbolische Schlüssel von (v.l.) Investor André Marcone, Architekt Peter Holdenried, Bürgermeister Bert Züll und Landrat Wolfgang Spelthahn bis er bei Akademiedirektor Prof. Dr. Frank Günter Zehnder angekommen war.

Beim Festakt wanderte der symbolische Schlüssel von (v.l.) Investor André Marcone, Architekt Peter Holdenried, Bürgermeister Bert Züll und Landrat Wolfgang Spelthahn bis er bei Akademiedirektor Prof. Dr. Frank Günter Zehnder angekommen war.

Die Begeisterung für die Internationale Kunstakademie Heimbach zieht Kreise. Am vergangenen Sonntag, als Akademiedirektor Prof. Dr. Frank Günter Zehnder die Pforten der umgebauten mittelalterlichen Burg Hengebach erstmals fürs Publikum öffnete, da war der Andrang riesig. Vor den gläsernen Aufzügen, die die Burg von der Stadt aus barrierefrei erschließen, bildeten sich lange Schlangen. Menschen von nah und fern wollten selber sehen, was es mit dieser Akademie für jedermann auf sich hat. Schnupperangebote zum Mitmachen taten ein Übriges, um Heimbach an diesem herrlichen Sommertag zum bevorzugten Ausflugsziel zu machen.

Tags zuvor war die Akademie offiziell eröffnet und eingesegnet worden. Im Kreise geladener Gäste wurde deutlich, wie der zündende Funke von Landrat Wolfgang Spelthahn aus der leerstehenden Burg nach und nach ein strahlendes Leuchtturm-Projekt hatte werden lassen. Denn nicht nur Kulturinteressierte knüpfen große Erwartungen an die Akademie, sondern auch das Gastgewerbe in der Nationalpark-Region.

Heimbachs Bürgermeister Bert Züll setzte vor rund 200 Zuhörern mit seiner Chronologie im Frühjahr 2007 an. Er erinnerte an die ersten Gespräche mit dem Denkmalschutz und dem Heimbacher Architekten Peter Holdenried. Zudem würdigte er den Kölner Investor André Marcone, der über zwei Millionen Euro in den passgenauen Umbau des Burghofes und der Burg investiert hat. So wurde das Gemäuer in nur fünf Monaten in ein Zentrum für alle umbaut, die „Lust auf Kreativität“ haben.

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„Das ist ein großer Tag für die Eifel. Die Stadt Heimbach hat bewiesen, dass man auch in Zeiten leerer Kassen etwas auf die Beine stellen kann“, würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn den Heimbacher Stadtrat, der seine Projektidee ebenso spontan wie einstimmig unterstützt hatte. Ein weiterer Glücksfall war und ist das Engagement des Kunsthistorikers Prof. Dr. Zehnder aus dem Kreis Euskirchen. Als ehemaliger Leiter des Rheinischen Landesmuseums Bonn verfügt er über die Kontakte, um vom Start weg eine hochkarätige Dozentenriege zusammenzustellen, darunter zum Beispiel Otmar Alt. „Jetzt geht es darum, die Akademie mit Leben zu erfüllen!“, appellierte der Landrat an alle Gäste, als Botschafter für die neue Heimstatt der bildenden Künste zu werben.

„Kreativität wecken, Kunst fördern“, umriss Prof. Dr. Zehnder das Anliegen der Akademie, die allen Menschen offen steht, „weil jeder Mensch ein Künstler ist“. Die Dozenten sind arrivierte Künstler aus dem Kreis Düren, aus Deutschland und der ganzen Welt, die allesamt pädagogisches Geschick mitbringen. Alle Sparten der bildenden Kunst werden gelehrt, einschließlich Foto, Film und Performance. Der Einzugsbereich der Akademie soll das Ruhrgebiet ebenso umfassen Belgien, Luxemburg und die Niederlande. „Unsere Gäste arbeiten mit den Künstlern in Klassen und lernen von ihnen. Sie sollen dabei ihre ganz eigene künstlerische Handschrift entwickeln“, erläuterte der Akademiedirektor. Abgesehen von einer Anschubfinanzierung soll sich die Akademie durch die Teilnehmergebühren tragen. So sollen Kursangebot und Schülerzahl mit und mit wachsen, man setzt hier auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda.

Programm ist zudem der Brückenschlag zwischen der Akademie und Heimbach und der Region. So werden Exkursionen in den Nationalpark Eifel stattfinden, um zum Beispiel Natur, Geschichte oder Spiritualität zum Thema des künstlerischen Schaffens zu machen. Umgekehrt werden die Menschen zu Ausstellungen und Veranstaltungen in die Burg eingeladen. Ein lebendiger Austausch ist das Ziel.

Bei seiner Führung durch die hellen Ateliers und auf eine Dachterrasse gab Prof. Zehnder einen Hinweis, auf den vermutlich jeder selbst gekommen wäre: „Hier ist jeder Blick hinaus ein inspirierendes Geschenk Gottes.“

Das Startprogramm liegt gedruckt vor, alle Informationen gibt es auch im Internet unter www.kunstakademie-heimbach.de.


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