Aus dem Polizeibericht

Kreis Düren: Mädchenbande, jugendliche Vandalen und Großbrand
Von Redaktion [27.08.2009, 20.22 Uhr]

Zweimal fasste die Polizei laut Pressebericht erfolgreich zu: Ihr gelang die Festnahme einer Mädchenbande, die in Düren auf Beutezug gewesen waren und die Ermittlung dreier Jugendlicher, die einen Rollstuhl im Linnicher Krankenhaus erschwindelt hatten und damit reichlich Unfug trieben. Zum Einsatz kamen die Beamten außerdem beim Brand eines Blockheizkraftwerks in Gereonsweiler. Fremdverschulden wird ausgeschlossen.

Die Aufmerksamkeit von Zeugen vereitelte in Düren den Einbruch eines Mädchenquartetts, dass zwar bereits ein Fenster im Erdgeschoss des Hauses Monscher Landstraße aufgebrochen hatte, aber dann durch die Zeugen gestört wurde. Die Minderjährigen gaben Fersengeld, wurden aber dabei beobachtet, wie sie in ein Auto mit ausländischen Kennzeichen stiegen. Der Wagen hatte auf einem nahe gelegenen Parkplatz gewartet.

Die Flucht in Richtung Hürtgenwald war schnell zu Ende: Bei der sofort eingeleiteten Fahndung stoppte die Polizei das Auto kurz hinter Vossenack auf der B 399. Im Wagen befanden sich vier junge Frauen mit südländischem Erscheinungsbild und langen schwarzen Haaren, die zum Teil zu Zöpfen gebunden waren. Alle Beschuldigten wurden festgenommen. Im Auto wurde Einbruchswerkzeug gefunden und mitsamt dem Fahrzeug sichergestellt.

Zu ihren Personalien, ihrer Herkunft, ihrem Aufenthaltsort und auch zum Tatgeschehen machen die Tatverdächtigen gegenüber der Polizei zum Teil unwahre Angaben und sind nicht geständig. Insbesondere behaupten sie, offenbar mit Hinblick auf das strafrechtlich relevante Schuldunfähigkeitsalter, dass sie jünger als 14 Jahre seien. Inzwischen hat die Polizei bei zwei Frauen jedoch beweiskräftige Hinweise darauf, dass diese die Altersgrenze bereits überschritten haben und demzufolge strafmündig sind. Dazu diente in einem Fall auch ein bereits vorliegendes Altersgutachten, nachdem eine mindestens 15 Jahre alte Beschuldigte vor kurzer Zeit bereits in einer anderen Polizeibehörde festgenommen worden war. Sie sollen in Kürze dem Haftrichter zur Entscheidung über die Anordnung einer Untersuchungshaft vorgeführt werden.

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Für zwei angeblich erst 13-Jährige, darunter auch die Fahrerin des Pkw, dauern die strafprozessualen Maßnahmen zur Altersbestimmung weiter an, wozu auch röntgendiagnostische Untersuchungen gehören. Die Polizei hat zudem Erkenntnisse darüber, dass die Festgenommenen offenbar aus Belgien angereist waren. Die Ermittlungen werden derzeit intensiv fortgeführt.


Ohne Verletzte, jedoch mit beträchtlichem Sachschaden endete am Mittwochabend der Brand einer privaten Heiz- und Energieerzeugungsanlage an einem landwirtschaftlichen Betrieb bei Gereonsweiler. Offenbar führte ein technische Defekt gegen 19.40 Uhr in einem Container eingebauten 300-kW-Kraftwerks zum Brand, der durch die Feuerwehr gelöscht wurde. Die mit Pflanzenöl betriebene Anlage erlitt jedoch beträchtlichen Schaden, der nach ersten Feststellungen mehr als 150.000 Euro betragen kann.

Mit einer dreisten Lüge erschlichen sich drei Jugendliche vom Krankenhaus Linnich einen Rollstuhl. Sie hatten behauptet, das Gefährt für einen Patienten zu benötigen, statt dessen trieben sie fahrlässigen Unfug mit dem Rollstuhl. Aus reinem Vergnügen fuhren sie die Ostpromenade entlang und keine Hemmungen, bergab die Treppen in Richtung Mühlenteich hinab zu fahren. Aufmerksame Zeugen gaben der Polizei den Hinweis auf das strafwürdige Verhalten der inzwischen bekannten drei 14-Jährigen aus Linnich und Jülich.

Der Rollstuhl wurde stark beschädigt aufgefunden und an das Krankenhaus zurück gegeben. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.


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