In Höllen graben mit den Profis
Von Redaktion [27.08.2009, 08.12 Uhr]

Zum 16. Mal bietet der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Stiftung Archäologie mit dem Tag der Archäologie auch in diesem Jahr ein über die Region hinaus interessantes Programm an. Am Samstag, 29. August, haben alle großen und kleinen Archäologie-Fans von 10 bis 18 Uhr in der Außenstelle Titz des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege, Ehrenstraße 14-16, Titz-Höllen, die Gelegenheit, ihren Vorbildern über die Schulter zu schauen. Und nicht nur das: Neben Zugucken geht es vor allem um das Mitmachen und Ausprobieren.

So geht es auch in diesem Jahr mit Pendelbussen direkt an die Abbaukante einer Grabung, zur Besichtigung einer Grabung eines mittelalterlich-neuzeitlichen Hofes als Ursprung eines heutigen Dorfes (kostenloser Pendelbus, letzte Abfahrt um 16 Uhr).

Auf dem Gelände in Titz gibt es ein umfangreiches Programm, das unter anderem aktuelle, noch unbekannte Funde der Bodendenkmalpflege präsentiert. Erstmals zu sehen sind unter anderem erste Ausgrabungsergebnisse einer Wassermühle aus der Zeit vor 2000 Jahren. Weiter werden Flussfunde aus der Bronzezeit - mehrere Bronzesicheln, ein Bronzebeil und Bronzemesser - präsentiert. Die Archäologen zeigen restaurierte Schmuckgegenstände aus fränkischen Gräbern des 6./7. Jahrhunderts sowie Fossilien aus dem Tagebau Garzweiler.

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Über den Fortschritt des Baus der rheinlandweit einzigen eisenzeitlichen Hofanlage können sich die Besucherinnen und Besucher auch in diesem Jahr informieren. Außerdem wird die Mehlherstellung mit keltischen Mahlsteinen gezeigt, im Lehmkuppelofen werden Fladenbrote gebacken, eine Modenschau informiert über den Chic unserer Vorfahren. Weiter gibt es die Gelegenheit, die Kapelle in Titz-Höllen zu besichtigen. Bogenschießen und Computeranimation zum Wandel metallzeitlicher Siedlungen runden das Programm ab.

Die Archäologiestiftung stellt aktuelle Forschungsprojekte vor, in der historischen Schmiede werden Handwerke präsentiert und der Töpfer aus Langerwehe bietet seine Ware an. Archäologische Fachbücher sowie Repliken stehen zum Verkauf.

Auch die Jüngsten kommen mit der Junior-Archäologen-Ausgrabung, Basteln mit Ton und einem Ballonwettbewerb auf ihre Kosten. Sie können Wachstafeln herstellen und erfahren etwas über das Schreiben zur Römerzeit. Kulinarisch wird das Ganze mit Speisen des Mittelalters und der Gegenwart abgerundet. Der Eintritt ist frei.


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