Landesweit erste Pflegestützpunkte in Düren und Jülich
Von  [25.08.2009, 10.54 Uhr]

Da die Menschen immer älter werden, steigt in den kommenden Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen. Daher wächst die Bedeutung von Beratungs- und Hilfsangeboten für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Die Pflegekassen, die zu den gesetzlichen Krankenkassen gehören, und die Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen stellen sich dieser Herausforderung durch die Einrichtung von Pflegestützpunkten. 170 sollen es landesweit insgesamt werden. Die beiden ersten wurden jetzt im Kreis Düren eröffnet.


"Wir können stolz darauf sein, dass der Kreis Düren mit der Einrichtung der beiden Pflegestützpunkte landesweit eine Vorreiterrolle übernimmt. Wir verschließen unsere Augen nicht vor dem demografischen Wandel, sondern gestalten ihn schon heute", freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn, dass die Menschen im Kreis Düren den neuen, umfassende Service landesweit als Erste nutzen können.

Nach gründlichen Verhandlungen wurden in Düren und Jülich zwei Pflegestützpunke und eine Dependance eröffnet. Dort bekommen Bürger konkrete Auskünfte zu Dienstleistern (Pflegeheime, Pflegedienste), Pflegeleistungen und zur Pflegeversicherung sowie zu allen Anliegen rund um das Thema Pflege. Der Pflegestützpunkt in Jülich befindet sich im AOK-Gebäude Promenadenstraße 1, der Pflegestützpunkt in Düren im Kreishaus, Bismarckstraße 16. In Düren gibt es zudem eine Dependance im AOK-Haus Aachener Straße 30.

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Jeder Ratsuchende findet künftig in den Pflegestützpunkten in Düren und Jülich kompetente Ansprechpartner. Umfassende Informationen zur gesetzlichen Pflegeversicherung, zur Krankenversicherung sowie zur Sozialhilfe, Auskünfte über Leistungen und Entlastungsangebote für Pflegende und die Klärung von Kostenfragen gehören ebenso zu den Aufgaben der Pflegestützpunkte wie der Aufbau einer wohnortnahen, trägerübergreifenden Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Teilhabe von Menschen mit Pflegebedarf an der Gesellschaft zu stärken und neues bürgerschaftliches Engagement zu ermöglichen. Auch sind die Mitarbeiter in den Pflegestützpunkten gern dabei behilflich, Anträge rund um die Pflege zu stellen.

Die Öffnungszeiten der Pflegestützpunkte entsprechen den jeweiligen Öffnungszeiten der AOK und des Kreises: Montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags bis 13 Uhr (Kreisverwaltung), bzw. montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, außerdem donnerstags bis 18 Uhr (AOK).

"Mit der Einrichtung von Pflegestützpunkten soll die Versorgungsqualität und -kontinuität für pflegebedürftige Menschen in NRW verbessert werden. Außerdem sollen damit die verschiedenen Versorgungssysteme vernetzt werden", erklärte AOK-Regionaldirektor Waldemar Radtke. Die Einrichtung von Pflegestützpunkten geht auf eine Rahmenvereinbarung mit dem Ministerium des Landes für Arbeit, Gesundheit und Soziales auf der Grundlage der Gesundheitsreform zurück. Als Vertreter des Ministeriums beglückwünschte Hans Braun den Kreis Düren zu seiner Leistung. Im Jahr 2011, so erläuterte er, werde das Land die erste Bilanz ziehen.


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