Fertigstellung im Spätsommer 2010

Spatenstich für Nideggener Jugendherberge im August
Von Redaktion [20.07.2009, 08.19 Uhr]

Die Verträge zum Bau der neuen Nideggener Jugendherberge sind unterzeichnet, die Tage der alten an der Rather Straße gezählt. Im August soll der erste Spatenstich auf dem Gelände des Touristischen Dienstleistungszentrums erfolgen, ein Jahr später, so die ehrgeizige Planung, sollen die ersten Gäste in den Wohnturm neben der renovierten Jugendstilvilla einziehen. Für sie wird es der Sprung in die Moderne sein, denn das alte Gebäude entspricht - wie das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) selbst einräumt - längst nicht mehr den aktuellen Standards.

„Was lange währt, wird endlich gut“ zitierte Rudolf Schwan, Vorsitzender des DJH-Landesverbandes Rheinland, bei der Vertragsunterzeichnung ein Sprichwort. Lange Jahre hatte man an einer geeigneten Lösung für den Standort Nideggen gearbeitet; dank der Unterstützung des Kreises Düren liegt sie nun vor, alles in allem rund sechs Millionen Euro teuer.

„Der Neubau wird der gesamten Region gut tun“, freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn, dass die einzige Jugendherberge im Kreis Düren im nächsten Jahr mit neuem Gebäude und neuem Konzept neue Zielgruppen erschließen wird. Zusätzlich zu den Schülergruppen soll das 180-Betten-Haus insbesondere Familien ansprechen und zu Tagungen genutzt werden. Dadurch soll die jährlich Übernachtungszahl um 10.000 auf 35.000 steigen.

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Entwickelt hat das Projekt die Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS), eine 100-prozentige Tochter des Kreises unter Federführung von Geschäftsführer Peter Kaptain. Sie hat die Schwalmtaler Firma Bolckmans mit Planung und Bau des fünfgeschossigen Wohnturms sowie eines flachen Gebäuderiegels, in dem unter anderem der Speisesaal untergebracht wird, beauftragt.

Die Jugendherberge selbst ist mit 4,3 Millionen Euro veranschlagt. Das DJH bringt rund 2,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in den Neubau ein. Darin enthalten ist der Erlös aus dem Verkauf seiner Altimmobilie an der Rather Straße. Durch einen langjährigen Pachtvertrag mit der GIS deckt das Herbergswerk deren Finanzierungskosten ab. In die Infrastruktur ringsum werden weitere 1,7 Millionen Euro investiert. Dazu gehören ein Bolz- und Grillplatz sowie die Verkehrserschließung einschließlich Ausbau eines Fußwegs nach Nideggen.

„Wir hätten die Entwicklungsarbeit allein nicht stemmen können“, bedankte sich Bürgermeister Willi Hönscheid für die Unterstützung des Kreises Düren und seiner GIS. Die neue Herberge bedeute nicht nur einen Imagegewinn, sondern Wirtschaftsförderung für die gesamte Region, denn „die Herbergsgäste sind ja mit Taschengeld unterwegs“.


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