Arbeitslosenquote im Kreis Düren unverändert bei 8,5 Prozent
Von Redaktion [13.07.2009, 08.27 Uhr]

Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Agenturbezirk Düren ist im Juni 2009 ähnlich dem Vormonat geringfügig zurückgegangen. Insgesamt waren im Berichtsmonat 11.164 Menschen arbeitslos. Dies sind 32 Personen weniger als im Mai.

Getrennt nach Rechtskreisen ergibt sich folgende Verteilung: Nach dem SGB III lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3.672. Das sind 128 weniger als im Vormonat. Im Rechtskreis SGB II stieg die Anzahl verglichen mit Mai um 96 auf 7.492 arbeitslose Menschen.

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit insgesamt um 1.110 Personen oder um 11 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt seit April 2009 unverändert bei 8,5 Prozent.

„Obwohl derzeit kein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist, wirkt sich die Wirtschaftskrise weiter spürbar auf den Dürener Arbeitsmarkt aus: Nach dem schwachen Frühjahrsaufschwung im Vormonat ist ein für Juni ungewöhnlich geringer Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu beobachten“, kommentierte Harald Küst, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Düren, die aktuelle Entwicklung. Gegenüber Mai seien lediglich rund drei Dutzend Menschen weniger auf Arbeitssuche gewesen. Ein kräftiger Aufschwung sei demnach nicht in Sicht, sagte Harald Küst. Doch gerade der werde dringend benötigt, damit wieder ein Arbeitsplatzaufbau erfolgen könne.

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Sinkende Arbeitslosenzahlen und doch kein Aufschwung? „Dieser Effekt hängt vor allem mit der Kurzarbeit zusammen. Ähnlich dem Airbag im Auto kann Kurzarbeit für Unternehmen bei anhaltend schlechter Auftragslage zum Lebensretter werden. Trotz Krise halten zahlreiche Betriebe der Region seit mehreren Monaten ihr Personal in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Vor allem deswegen konnte ein weiterer Anstieg der Arbeitslosenzahl um einige hundert Menschen verhindert werden“, erklärte Küst.

Ein Dauerzustand könne dies allerdings nicht sein, warnte der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit: „Wenn die Betriebe keine Perspektive mehr sehen, weil die Auftragseingänge weiterhin auf sich warten lassen, dann werden Entlassungen die Folge sein. Wie lange der wirtschaftliche Abstiegskampf zahlreicher Dürener Unternehmen noch anhalten wird, hängt ganz entscheidend von der Entwicklung des zweiten Halbjahres ab.“ Die Agentur stelle sich bereits jetzt auf einen harten Winter am Arbeitsmarkt ein, so Küst. „Wir müssen damit rechnen, dass Entlassungen in den kommenden Monaten zunehmen werden und die Zahl der Arbeitslosen dann wieder über die Marke von 13.000 springt. Das war zuletzt im Mai 2007 der Fall.“

Die Agentur geht davon aus, dass die Beschäftigten im Kreis Düren von der Wirtschaftskrise stärker betroffen sein werden, als in anderen Regionen. „Einer Belastungsprobe sind nach wie vor diejenigen Branchen ausgesetzt, die tief in die globale Wirtschaft eingebettet sind und seit Monaten dramatische Exporteinbrüche verkraften müssen,“ erläuterte Harald Küst. „Gerade die sind in der Region überproportional vertreten, wie beispielsweise die Textil- und Papierindustrie, der Fahrzeug- und Maschinenbau sowie die Chemieindustrie.“


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