9. Deutscher Seniorentag:

Erfahrungen von der Rur sind sehr gefragt
Von Redaktion [26.06.2009, 08.23 Uhr]

Beim 9. Deutschen Seniorentag in Leipzig stellte der Kreis Düren seine Seniorenarbeit am Stand des Bundesfamilienministeriums vor. Landrat Wolfgang Spelthahn und die Gruppe aktiver Senioren von der Rur waren auf diese Würdigung sehr stolz.

Beim 9. Deutschen Seniorentag in Leipzig stellte der Kreis Düren seine Seniorenarbeit am Stand des Bundesfamilienministeriums vor. Landrat Wolfgang Spelthahn und die Gruppe aktiver Senioren von der Rur waren auf diese Würdigung sehr stolz.

„Alter leben – Verantwortung übernehmen“ lautete das Motto des 9. Deutschen Seniorentages, den Bundeskanzlerin Angela Merkel als Schirmherrin im Leipziger Kongresszentrum eröffnete. Drei Tage bot sich den 20.000 Besuchern in 50 Workshops, in Foren, Interviews und Podiumsgesprächen sowie auf der Messe „SenNova 2009“ Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema Älterwerden auseinander zu setzen. Mittendrin und nicht nur dabei: der Kreis Düren. Dass Landrat Wolfgang Spelthahn die Seniorenarbeit zur Pflichtaufgabe des Kreises gemacht und sie mit vielfältigen Angeboten weit aufgefächert hat, wurde von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen besonders gewürdigt. So konnte der Kreis Düren seine Aktivitäten drei Tage lang am viel beachteten Messestand des Bundesfamilienministeriums präsentieren - als eine von nur fünf Kommunen bundesweit, Seite an Seite mit den Berlinern.

„Ältere Menschen stehen in der Mitte unserer Gesellschaft. Je mehr von ihnen sich aktiv einbringen, desto besser für uns alle“, stellte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Eröffnungsrede vor rund 3000 Zuhörern fest, darunter eine 30-köpfige Seniorengruppe aus dem Kreis Düren. Für sie war die Botschaft nicht neu, denn sie leben das Motto „Aktiv im Alter“ Tag für Tag. Die von der Koordinationsstelle „Pro Seniorinnen und Senioren im Kreis Düren“ organisierte Leipzig-Reise nutzten sie, um ihren Horizont zu erweitern, denn wohl nirgends gibt es mehr geballte Informationen über die Herausforderungen und Chancen, die der demografische Wandel mit sich bringt. Dabei kamen sie mit vielen anderen Besuchern ins Gespräch und tauschten Erfahrungen aus.

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Mit Spannung erwarteten Landrat Wolfgang Spelthahn und die Delegation von der Rur die Rede der Bundeskanzlerin. „Der demografische Wandel ist keine Gefahr, sondern eine Chance“, ermutigte sie jung und alt, sich „in gemischten Teams“ zusammenzufinden und sich vielfältig zu ergänzen, im Beruf wie in der Freizeit. Altersgrenzen, so die Kanzlerin, gehörten so weit wie möglich abgeschafft, „denn das Alter ist individuell“, Alter dürfe nicht zu Ausgrenzung führen. Ehrenamtliches Engagement würdigte sie ausdrücklich. „Wenn sich die Älteren nicht einbringen, würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren“, so die Kanzlerin.

Insgeheim hatten Elke Ricken-Melchert und Monika Sandjon, die die Senionrenarbeit im Kreishaus leiten, gehofft, Angela Merkel würde den Stand des Bundesministeriums besuchen. Doch am Tag nach der Europa-Wahl ließ ihr Terminkalender einen Rundgang einfach nicht zu. So konnten die Gäste von der Rur voll und ganz in den Fischer-Chor einstimmen, dirigiert vom 81-jährigen Gotthilf Fischer. „Jeden Tag singen, das hält jung und erspart so manchen Arztbesuch“, rief er seinen Goldkehlchen zu.

Der Kreis Düren gehörte 2008 zu den 50 ersten Kommunen bundesweit, die vom Bundesprogramm „Aktiv im Alter“ gefördert wurden. Entsprechend vielfältig ist seine Seniorenarbeit heute. Deshalb waren die Vertreter der „zweiten Welle“ während eines Symposiums sehr am Erfahrungsbericht der Kreisdürener interessiert.

Doch auch für Elke Ricken-Melchert hat sich die Leipzig-Fahrt gelohnt. „Wir haben bestätigt bekommen, dass man nicht nur Angebote für, sondern auch mit Senioren schaffen sollte, um ihnen Mitverantwortung zu übertragen.“ Mit dem bereits Erreichten will sich Landrat Wolfgang Spelthahn nicht zufrieden geben. „Der Ausbau der Seniorenarbeit wird auch künftig ein deutlicher Schwerpunkt für uns sein.“ Anregungen dazu gab es in Leipzig genug.


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