Kein laborbestätigter Fall von „Neuer Grippe“ im Kreis Düren
Von Redaktion [25.06.2009, 12.19 Uhr]

Die "Neue Grippe" ist in vielen Ländern der Welt angekommen und breitet sich aus. Am 11. Juni hat die WHO die "Pandemie" ausgerufen. Sie trug damit der Tatsache Rechnung, dass das neue Grippevirus Influenza A/H1N1 sich weltweit verbreitet und die Ausbreitung nicht mehr zu stoppen ist.

Im Kreis Düren gibt es derzeit keinen laborbestätigten Fall von "Neuer Grippe". Das Gesundheitsamt wurde aber bereits bei etwa 30 Personen aktiv, die als Kontaktpersonen gemeldet worden waren, weil sie im gleichen Flugzeug mit einer infizierten Person aus USA zurückkamen. Diese Personen mit nicht sehr engem Kontakt zu einem Infizierten werden vom Gesundheitsamt zunächst beraten. Sie sollen in den folgenden Tagen den Kontakt mit besonders empfindlichen Personengruppen (z.B. chronisch Kranke, Säuglinge, pflegebedürftige Personen und Personen mit geschwächter Abwehr) meiden und sich beim Auftreten von Symptomen unverzüglich beim Arzt melden.

Wenn sie Krankheitssymptome bekommen, werden sie zu einem Verdachtsfall, der dann genau untersucht werden muss. Krankheitssymptome sind: plötzlich auftretender Krankheitsbeginn mit hohem Fieber (über 38 Grad), Atemwegsbeschwerden, insbesondere Husten sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Dies war bei einer Frau im Kreis Düren der Fall: Die sofort durchgeführte Diagnostik ergab aber Entwarnung.

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Heute erreichte eine Gruppe amerikanischer Austauschschüler den Kreis Düren, darunter befand sich eine Schülerin mit grippeähnlichen Symptomen. Die Schülerin wurde als Verdachtsfall noch vor Übergabe in die Gastfamilie bis zur Klärung der Diagnose im Krankenhaus Düren aufgenommen. Um ggf. einer weiteren Ausbreitung über die Gastfamilien vorzubeugen, werden die übrigen amerikanischen Schüler als enge Kontaktpersonen solange in Räumen des Krankenhauses Düren verbleiben, bis das Ergebnis vorliegt.

Die "Neue Grippe" verbreitet sich rasch von Mensch zu Mensch und man muss davon ausgehen, dass sie inzwischen nicht mehr ausschließlich von Reiserückkehrern übertragen wird. Es ist nur eine Frage von Zeit, dass auch im Kreis Düren Fälle auftreten. Die bisherigen Erkrankungen hatten einen überwiegend milden Verlauf und sie lassen sich medikamentös wirksam behandeln. Mit dem Beginn der Sommerferien wird ein erhebliches Verbreitungsrisiko vorerst wegfallen, nämlich der Schulbesuch. Es ist bekannt, dass sich die Influenza unter Kindern und Jugendlichen besonders rasch ausbreiten kann.

Als persönliche Schutzmaßnahme bei Kontakt mit anderen werden einfache Hygienemaßnahmen immer wichtiger, z.B. häufiges Händewaschen. Damit kann jeder zur Verringerung seines persönlichen Risikos beitragen!

Das Gesundheitsamt berät Bürger unter Telefon 02421/22-2408.


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