Der Kreis Düren schreibt sich Olympia auf die Fahne
Von Redaktion [25.06.2009, 12.16 Uhr]

Die Verträge sind unterzeichnet, der Kreis Düren wird zum 1. Juli Mitglied des Trägerver-eins des Olympiastützpunktes Rheinland. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass künftig mehr Olympioniken von der Rur kommen, beträchtlich.

Der Kreis Düren greift nach den Ringen: Landrat Wolfgang Spelthahn sowie die Vertreter von drei Schulen und drei Sportvereinen sowie des St. Augustinus-Krankenhauses unter-zeichneten Kooperationsverträge mit dem Olympiastützpunkt Rheinland.

Der Kreis Düren greift nach den Ringen: Landrat Wolfgang Spelthahn sowie die Vertreter von drei Schulen und drei Sportvereinen sowie des St. Augustinus-Krankenhauses unter-zeichneten Kooperationsverträge mit dem Olympiastützpunkt Rheinland.

Die Verträge sind unterzeichnet, der Kreis Düren wird zum 1. Juli Mitglied des Trägervereins des Olympiastützpunktes Rheinland. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass künftig mehr Olympioniken von der Rur kommen, beträchtlich. Denn nun erhält die Förderung des Breitensports im Kreis Düren neuen Schwung. Zeigen sich dabei Talente, so werden diese optimal gefördert. Und das nicht nur sportlich, sondern umfassend.

Gesundheitsmanagement spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Karriereplanung als zweites Standbein außerhalb des Sports. Als Teil des Unterbaus des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist der Olympiastützpunkt Rheinland (OSP) da sehr gut aufgestellt. Über 600 Spitzensportler in 24 olympischen und sieben paralympischen Disziplinen fördert das Netzwerk zurzeit an zehn Standorten zwischen Aachen und Gummersbach, Neuss und Bad Honnef, wobei die Servicezentrale für das Rheinland in Köln sitzt.

„Wir bringen den Kreis Düren in Bewegung“, schmunzelte Landrat Wolfgang Spelthahn, Initiator der sportlichen Offensive, als die Partner der ersten Stunde jetzt im Kreishaus ihre Verträge unterzeichneten. Da das olympische Motto „Dabei sein ist alles“ für den Kreis Düren keineswegs gilt, waren umfangreiche Vorarbeiten bereits erledigt.

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Als Kooperationspartner des OSP greifen die heimischen Bundesliga-Sportarten zuerst nach den Ringen, allen voran die Dürener Volleyballer. Aber auch der TTC indeland Jülich und der 1. Badminton-Club Düren werden die neuen Möglichkeiten nutzen. Ihre Betätigungsfelder finden sie – vorerst - in drei Schulen: dem Gymnasium am Wirteltor und dem Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren sowie dem Gymnasium Zitadelle in Jülich. Weitere Vereine und Schulen sind ausdrücklich willkommen. Als Kooperationspartner für das Gesundheitsmanagement vor Ort dient das St. Augustinus-Hospital in Lendersdorf.

„Jetzt wollen wir alle gemeinsam die Freude am Sport bei möglichst vielen Kindern und Jugendlichen wecken“, rief Landrat Wolfgang Spelthahn zu Taten auf. So gehen zum Beispiel Spitzensportler in die Schulen, um als Vorbilder zur Nachahmung anzureizen. Vorgesehen sind auch „Handreichungen“ für Lehrer, die die ausgewählten Sportarten verstärkt anbieten wollen. Befürwortet wird die Olympia-Mission übrigens von allen politischen Kräften im Kreistag.

Dass sich die systematische Arbeit lohnt, unterstrich Michael Scharf, der Leiter des Olympiastützpunktes Rheinland: „In Peking waren wir mit 68 Sportler bei den Olympischen Spielen und 22 bei den Paralympics vertreten. Sie kehrten mit 18 beziehungsweise 13 Medaillen zurück.“ 20 bis 30 Stunden müssten die Athleten dafür wöchentlich trainieren.

Das zeigt, dass Medaillen nicht geholt, sondern erarbeitet werden, und zwar von einem ganzen Team. Mit Gesundheitsmanagement, Leistungsoptimierung und Karriereberatung (Plan B, falls sich der ganz große Erfolg nicht einstellen sollte) stellt der Stützpunkt dafür optimale Rahmenbedingungen zur Verfügung. Auch um Sportstätten und Trainer kümmert das Netzwerk sich.


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