Düsseldorf stellt Ampel auf grün

Autotestzentrum Siersdorf wird gebaut
Von Redaktion [29.05.2009, 13.41 Uhr]

So wird das Automobiltestzentrum in Aldenhoven-Siersdorf aussehen. Mit dem Bau der Dynamikfläche wird Ende Juni begonnen.

So wird das Automobiltestzentrum in Aldenhoven-Siersdorf aussehen. Mit dem Bau der Dynamikfläche wird Ende Juni begonnen.





















Das Automobiltestzentrum in Aldenhoven-Siersdorf nimmt Fahrt auf: Am Mittwoch hat das NRW-Wirtschaftsministerium den vorzeitigen Maßnahmebeginn bewilligt, am Donnerstag wurde der erste Bauabschnitt ausgeschrieben. Ende Juni wird der lang ersehnte erste Spatenstich auf dem ehemaligen Zechengelände Emil Mayrisch erfolgen, Ende August soll mit der Dynamikplatte das erste Element des ATC (Automotive Testing Center of RWTH Aachen University) fertig sein.

Dabei handelt es sich um eine Asphaltfläche mit rund 200 Metern Durchmesser, auf der Wissenschaftler und Ingenieure Fahrversuche vornehmen, die auf öffentlichen Straßen nicht möglich sind, etwa mit fahrerlosen Wagen. „Das ist der Durchbruch. Unser langes, zähes Ringen hat sich gelohnt“, strahlte Landrat Wolfgang Spelthahn, der Initiator des Testzentrums, als die frohe Kunde aus Düsseldorf eintraf. „Gemeinsam mit unserem Part-ner RWTH Aachen schärft der Kreis Düren nun sein Profil als High-Tech-Kreis“, so der Landrat, der dem Landtagsabgeordneten Josef Wirtz ausdrücklich für sein Engagement in Düsseldorf dankt.

Drei Millionen Euro werden in den ersten Bauabschnitt investiert. Das Geld kommt jeweils zur Hälfte vom Rektor der RWTH und den Instituten, die das Testzentrum nutzen werden. Doch das ist erst der Auftakt. Dr. Hans Achim Ahn, Geschäftsführer der kreiseigenen ACI GmbH (Automotive Center for Industry), geht davon aus, dass das NRW-Wirtschaftsministerium in wenigen Wochen die beantragten 10,5 Millionen Euro bewilligt, die für den Ausbau des Testzentrums erforderlich sind. Über 13,2 Millionen Euro werden investiert, um eine Anlage zu schaffen, auf der Forscher und Ingenieure ihre Fahrwerke testen und weiterentwickeln können.

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Eine 2,1 Kilometer lange Umfahrung mit überhöhten Kurven gehört ebenso dazu wie eine Schlechtwegstrecke und ein Bremsparcours mit unterschiedlich griffigen Belägen. Ferner sind zwei verschlungene Handlingkurse sowie ein Hügel mit bis zu 30 Prozent Steigung geplant. Baubeginn soll in einem Jahr sein, so dass im Sommer 2011 die ersten Tests auf der kompletten Anlage möglich sind.

Schon jetzt wird die Infrastruktur für das Galileo-Projekt aufgebaut. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln hat bereits 6,8 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt bewilligt. Forscher der RWTH testen dann in Aldenhoven satellitengestützte Fahrerassistenzsysteme, die den Straßenverkehr sicher machen sollen.

Damit ist das Investitionsprogramm aber noch nicht abgeschlossen. Tankstelle, Hallen, Werkstätten und Büros müssen geschaffen werden, wenn die internationale Automobilindustrie ihre Neuentwicklungen im Kreis Düren testet. Landrat Wolfgang Spelthahn: „Im nachhinein erweist es sich als gute Fügung, dass wir so viele Umwege laufen mussten, um ins Ziel zu kommen. Unterwegs haben wir mit der RWTH Aachen und dem Galileo-Projekt Partner von Weltruf gewinnen können, die das Testzentrum immens aufwerten.“

Am vom Kreis Düren initiierten Projekt beteiligen sich die Forschungsgesellschaft Kraft-fahrwesen mbH Aachen, das RWTH-Institut für Regelungstechnik sowie der Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen und Institut für Thermodynamik. Betrieben wird das Testzentrum von der in Gründung befindlichen Automotive Testing Centers of RWTH Aachen University, deren Gesellschafter der Kreis Düren über seine ACI sowie die RWTH Aachen sind.


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