Einweihung am Pfingstmontag

Warum die Stele im Aldenhovener Römerpark stehen soll
Von Redaktion [27.05.2009, 23.42 Uhr]

Das soll er werden, der Gedenkort für unsere während der Nazizeit umgebrachten Nachbarn jüdischen Glaubens aus Aldenhoven. "Warum im Römerpark?", fragen sich viele Aldenhovener.

Vor einigen Jahren schon gab es das Vorhaben, einen Gedenkstein, eine Stele, auf dem jüdischen Friedhof an der Gerberstraße zu errichten. Wegen der berechtigten Bedenken, dass damit die im jüdischen Glauben bestehende besondere Totenruhe der vorhandenen fünf Gräber gestört wird, fand man einen anderen guten Platz im Park hinter dem Rathaus. Doch dort kamen bald Planungen auf, das Rathaus evtl. zu verändern oder zu erweitern, so dass man weiter nach einem anderen geeigneten Ort suchte. Innerörtlich an verschiedenen Stellen, alle aber mit Nachteilen, weil zu beengt.

Dann fand man den jetzigen günstigen Platz am Merzbach in Sichtweite der ehemaligen chemischen Fabrik Moritz Salomon und früheren Pützdorfer Mühle. Dort wird die Stele im Schnittpunkt vergangenen jüdischen Lebens zwischen der um 1930 in der Weltwirtschaftskrise geschlossenen und danach abgerissen Fabrik, dem jüdischen Bethaus in der Alten Turmstraße und dem jüdischen Friedhof in der Gerberstraße stehen.

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Mancher Besucher unseres schönen Römerparks, der zufällig oder gezielt die künstlerisch bemerkenswerte Gedenkstätte gegen Verfolgung und Krieg und für Frieden und Verständigung über alle Grenzen hinweg, sehen wird, wird vielleicht auf einer der Bänke gegenüber sich ausruhen. Möge sie oder er dabei Gedanken des Friedens im Kleinen wie im Großen finden, das wünscht sich sicher jeder von uns und auch die Geschichtswerkstatt Aldenhoven.

Am Pfingstsonntag, 31. Mai, um 14 Uhr, werden Rabbiner Mordechai Bohrer von der jüdischen Gemeinde in Aachen und Pfarrer Charles Cervigne aus Aldenhoven die Gedenkstele einweihen. Bürgermeister Lothar Tertel wird sie anschließend offiziell der Öffentlichkeit übergeben.


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