Qualifizierte Fahrer in der Region gesucht
Von Redaktion [20.05.2009, 08.16 Uhr]

Trotz der Wirtschaftskrise werden langfristig qualifizierte Fahrer/innen für das Transportgewerbe gesucht. Gemeinsam informierten deshalb Vertreter der Spedition Hermanns & Kreutz GmbH & Co. Kommanditgesellschaft aus Monschau, der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) und der Berufsschule in Simmerath Schüler der Klassen 9 und 10 der Gemeinschaftshauptschule Simmerath über das Berufsbild des Berufskraftfahrers.

Einen ersten Eindruck vom Alltag eines Berufskraftfahrers vermittelte den Schülern zunächst ein eigens dafür erstellter Imagefilm. Anschließend erhielten sie Praxisinformationen aus erster Hand vom Ausbildungsleiter sowie einem Auszubildenden der Firma Hermanns & Kreutz. Nicht zuletzt konnten die Jugendlichen in einem modernen Lkw ihren potenziellen Arbeitsplatz in Augenschein nehmen.

"Wir sind froh, dass wir in den Schulen die Jugendlichen direkt ansprechen können. Information und Aufklärung über das heutige Profil des Berufkraftfahrers sind dringend notwendig. Wir wollen Interesse wecken und zeigen, wie modern, vielseitig und anspruchsvoll das Arbeitsfeld des Berufskraftfahrers ist. Die richtige Berufswahl für eine sichere berufliche Zukunft", erläutert Renate Hermanns, Geschäftsführerin Hermanns & Kreutz.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen einer ganzen Reihe von Aktivitäten statt, die Vertreter des Transportgewerbes, der Industrie- und Handelskammer Aachen, der Berufsschule in Simmerath und der Arbeitsagentur in den letzten Monaten gemeinsam erarbeitet haben, um dem Mangel an qualifiziertem Personal in der Logistikbranche zu begegnen. Es wurde auch die Internetseite www.bkf-meinjob.de eingerichtet, die ebenfalls eine Fülle von Wissenswertem über logistische Berufsfelder bereitstellt.

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"Der Mangel an qualifiziertem Personal ist gravierend, denn viele Fahrer ˆ sei es als Lkw- oder Busfahrer ˆ weisen ihre Qualifikation in Form eines Führerscheins nach. Dies reicht schon lange nicht mehr aus", weiß Monika Frohn, Verkehrsreferentin der IHK. Zwar müssten nach den Busfahrern nun auch Lkw-Fahrer ab September 2009 eine Berufskraftfahrerqualifikation nachweisen, aber die Anforderungen hätten sich im Laufe der Jahre gewandelt. Deshalb plädiere die IHK für die dreijährige duale Berufsausbildung. Es gehe nicht mehr um den reinen Transport von A nach B. Logistische Dienstleistungen, Serviceleistungen, technisches Know-how und Fremdsprachenkenntnisse seien heute gefordert. Leider seien Fahrer mit diesen Qualifikationen heutzutage schwer zu finden.

"Neben einer unzureichenden Ausbildung ist die Ursache auch darin zu finden, dass in den nächsten Jahren altersbedingt eine komplette Fahrergeneration wegbricht und sich zudem die Lenk- und Ruhezeiten geändert haben, so dass der Bedarf gestiegen ist. Auch wenn zurzeit durch die Wirtschaftskrise bedingt weniger Arbeitskräfte nachgefragt werden, ist langfristig mit einem stark steigenden Güterverkehrswachstum zu rechnen ", erläutert Monika Frohn.

Diese Einschätzung wird von Hermanns & Kreutz geteilt: "Wir brauchen für die Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte, die qualifiziert die vielfältigen Aufgaben als Berufkraftfahrer erledigen. Lkw fahren allein reicht nicht. Das Beherrschen der Fahrzeug-, Kommunikations- und Informationstechnik, Ladungssicherung und Verkehrssicherheit sind genau so wichtig, wie der richtige Umgang mit dem Kunden, sowie ökonomisches Denken im täglichen Tun. Wir bilden mit Blick in die Zukunft aus. Gutes Personal ist das A und O für die Qualität unserer Dienstleistung", so Renate Hermanns.

Mit ihrer Initiative möchten die Beteiligten auf den Beruf des Berufskraftfahrers aufmerksam machen und gleichzeitig Unternehmen animieren, in diesem Bereich verstärkt auszubilden.

Interessierte Schulen und Unternehmen wenden sich an die IHK Aachen, Monika Frohn, Tel.: 0241/ 4460 102,
E-Mail: monika.frohn@aachen.ihk.de


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