Solidarität mit „IN VIA“

Kollekte kommt Düren-Jülicher Hilfsorganisation zugute
Von Redaktion [21.05.2009, 08.15 Uhr]

„Weil Arbeit nicht vom Himmel fällt... sind wir gefragt!“ ist das Motto der Solidaritätskollekte am 23./24. Mai. Das Arbeitsprojekt von IN VIA ist eins von fünf Projekten in der Region Düren, die aus dem Solidaritätsfonds für Arbeitslose im Bistum Aachen unterstützt werden.

Das Arbeitsprojekt des Vereins „IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit für die Region Düren-Jülich“ engagiert sich seit 2001 für langzeitarbeitslose Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Denn diesen Menschen fehlt oft nicht nur ein Arbeitsplatz und damit ein Platz in der Gesellschaft. Die Frauen und Männern, die InVia begleitet, leiden oft auch an psychischen Erkrankungen oder Behinderungen, sind oder waren suchtkrank, sind wohnungslos, haftentlassen und/oder überschuldet – sie sind belastet mit vielfältigen sozialen Schwierigkeiten.

Für diese Menschen werden in Kooperation mit der job-com des Kreises Düren spezielle Maßnahmen angeboten. Neben der Anleitung und Beschäftigung in der Arbeitsbereichen: Umzüge und Transporte, Garten- und Grabpflege, Renovierungen und Reparaturen sowie Arbeiten mit Holz und Hauswirtschaft erhalten die Teilnehmer eine intensive sozialpädagogische Begleitung.

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Neben der individuellen Betreuung des Einzelfalls gehört auch regelmäßige Gruppenarbeit dazu, in der sowohl Gesprächsangebote als auch Sozialkompetenztraining stattfinden. Dabei stehen Konfliktlösungsstrategien und Kommunikationstrainings sowie die Erhöhung von Akzeptanz und Toleranz als auch die Entwicklung von Durchhaltever- mögen und Kritikfähigkeit auf dem Programm. Das Ziel ist, den Betroffenen wieder eine Tagesstruktur zu geben. Gleichzeitig wird das Selbstwertgefühl gestärkt, und sie erleben wieder gesellschaftliche Anerkennung.

In kleinen Schritten führt der Verein Betroffene wieder an das Arbeitsleben heran. Maximal 30 Wochenstunden dauert für die Teilnehmer anfangs der Arbeitsalltag. Auf diese Weise lernen sie, sich wieder an Regeln im Arbeitsleben zu halten. Als Abschluss der Maßnahme werden sie in weitere Qualifizierungsmaßnahmen, in Brückenjobs oder, wenn möglich, in feste Beschäftigungsverhältnisse vermittelt.

Fast 60 Betroffene in vier Maßnahmen gleichzeitig begleitete der Verein im Jahr 2008/2009. Diese laufen im Sommer aus. Danach wird nur noch eine Maßnahme mit 25 Teilnehmern finanziert, also die Arbeit von InVia erheblich eingeschränkt. „Gerade unserer Zielgruppe, die durchaus arbeitswillig ist, aber zunächst noch einen geschützten Rahmen und eine individuelle Betreuung benötigt, sollten diese Möglichkeiten erhalten bleiben“, erklärt Sigrid Heetkamp für den Verein. „Nur so können wir getreu unserem IN VIA- Motto: ‘Nicht einsam – gemeinsam vom Rand zur Mitte’ handeln und diese Menschen wieder in die Gesellschaft integrieren.“


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