8. Preis für soziales Engagement vergeben

25mal ausgezeichnetes Ehrenamt im Kreis Düren
Von Redaktion [12.05.2009, 23.07 Uhr]

Ein großes Dankeschön sagte der Kreis Düren den 25 Trägern des Ehrenpreises für Soziales Engagement. Zum achten Mal überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) Urkunden und Anerkennungsprämien.

Ein großes Dankeschön sagte der Kreis Düren den 25 Trägern des Ehrenpreises für Soziales Engagement. Zum achten Mal überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) Urkunden und Anerkennungsprämien.

Wie geschenkt, so gespendet: Als Landrat Wolfgang Spelthahn am Donnerstag in der Arena Kreis Düren zum achten Mal Ehrenpreise für Soziales Engagement des Kreises Düren überreichte, da kündigten viele der 25 Preisträger an, die Urkunde als Erinnerung zu behalten und ihre Anerkennungsprämie von 250 Euro zu spenden.

"Daran sieht man, wie sehr ihnen ihr ehrenamtliches Engagement am Herzen liegt", kommentiert der Landrat diese Großzügigkeit. 56 Vorschläge aus der Bevölkerung hatte die Jury in diesem Jahr gesichtet. Am Ende, als das obligatorische gemeinsame Foto geschossen wurde, standen Jung und Alt auf der Bühne: von den Linnicher Schülern bis zum 90-jährigen, Dürener Hans Steffens. Sie alle repräsentierten die ungeheuer vielfältigen Möglichkeiten, sich für andere Menschen einzusetzen. Umrahmt vom Gesang des Jungen Chors Overbach unter Leitung von Martin te Laak und gefördert von der Sparkasse Düren, erlebten die Preisträger und ihre Familien und Freunde einen würdigen Abend, der gesellig ausklang.

Lothar Schubert aus Düren erblindete als Sechsjähriger. Mit vielen Vorschlägen half er, im Kreis Düren Barrieren zu beseitigen, die Blinden- und Sehbehinderten das Leben erschweren. Zudem ist er Vorsitzender des Dürener Blinden- und Sehbehindertenvereins.

Fit durch Sport: Walter Adels, Ludwig Heß (beide Kreuzau) und Joachim Veith (Düren) sorgen seit langen Jahren dafür, dass Jung und Alt das Deutsche Sportabzeichen erwerben können. 2008 meldeten sich über 130 Personen zu ihrem Training an.

Seit ihrer Gründung 1972 hat die Jugendfeuerwehr fast 2000 Nachwuchskräfte auf den Dienst in der aktiven Wehr vorbereitet. Diese zukunftsweisende pädagogische Aufgabe erledigen die Jugendwarte zusätzlich zu ihrem "normalen" Feuerwehrdienst. In die Arbeit mit Jungen und Mädchen investierten sie im Jahr 2005 fast 9000 ehrenamtliche Stunden.

Um benachteiligten und kranken Menschen - vor allem Kindern - zu helfen, fährt Peter Schumacher aus Düren mit seinem Hobby Geld ein: Dem begeisterten Radfahrer ist kein Weg zu weit, um während seiner Touren Spenden zu sammeln.

Obwohl selbst an Leukämie erkrankt, beschert Jürgen Pusch (Niederzier) vielen Menschen als rheinischer Stimmungssänger gute Laune. Auf sein Honorar verzichtet der "Mann zom jään hann" zugunsten Bedürftiger. Über 23.000 Euro hat er schon gespendet.

Mit Leib und Seele ist Christian Melzener aus Titz für die Menschen im Seniorenheim "Heilige Familie" in Hasselsweiler da. Er organisiert Freizeitprogramme, gibt eine Heimzeitung heraus und hat stets offene Ohren für die Hausbewohner.

Seit 1995 leitet Annemie Eller aus Niederzier die Missionsgruppe Selgersdorf/Krauthausen, die seitdem viele Feste und Märkte organisiert hat, um Geld für Selbsthilfeprojekte in Afrika zu sammlen.

Eine Schülergruppe der Hauptschule Linnich besucht seit drei Jahren regelmäßig das Seniorenheim "Haus Berg" in Brachelen, um sich mit den Bewohnern zu unterhalten und mit ihnen zu spielen. Damit bereiten sie ihnen viel Freude.

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Die Eifelvereingruppe in Jülich lädt jährlich zu fast 200 Veranstaltungen ein. Dabei vermittelten die Mitglieder jungen Menschen Liebe zur Natur und laden auch Behinderte zu Ausflügen ein.

Josef Zilken hat Freude, wenn er anderen in Obermaubach Freude machen kann. Er stattet Krankenbesuche ab, pflegt Gräber und sammelt Spenden für alte und kranke Menschen.

Die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Echtz-Konzendorf gleichen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit fehlende öffentliche Mittel aus. So haben sie beispielsweise eine Streuobstwiese angelegt und pflegen den Echtzer Stifterwald.

Bruno Fitzkes Herz schlägt seit fast 60 Jahren für den Tambourcorps Golzheim. Der 76-Jährige ist ein sparsamer Kassenführer und bildet stets neue Flötisten aus, damit die Musikanten das Ortsleben noch lange klingend verschönern.

Die Altgardisten der 1. BKG Grieläächer schenken kranken und behinderten Menschen schöne Stunden. So treten sie nicht nur im Karneval in den Rheinischen Kliniken auf, sondern organisieren auch gesellige Ausflüge.

Sommerfest, Adventsfeier, monatliches Kegeln: Gudula und Edmund Bonn sorgen in Winden seit über 30 Jahren dafür, dass behinderte Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und freudige Stunden in Gemeinschaft erleben.

Brücken zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen zu bauen ist das Anliegen von Petra Steinbusch aus Jülich. Mit ihrem Verein "Aktion Lebensfreude" hat sie vielfältige Projekte realisiert.

Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Bahnhofsmission Düren sind alle Menschen willkommen. Sie unterstützen Reisende und empfangen auch ihre Stammgäste, meist einsame Menschen am Rande der Gesellschaft, mit herzlicher Wärme.

In nur sechs Wochen haben Adolf Birekoven, Hartmut Schlepütz (beide Düren) und Franz-Josef Schmitz (Mechernich) 2007 eine Kirche für ein Waisenhaus in Uganda gebaut. Da das Budget - Eigenmittel und Spenden - der teils über 70 Jahre alten Rentner am Ende nicht aufgebraucht war, spendeten sie den Rest unter anderem zur Verbesserung der Wasserversorgung.

Als Organisatorin der Benefizgala "The Soul of Dance" hat die Dürener Tanztrainerin Petra Budinger in einem Jahrzehnt über 215.000 Euro gesammelt und an Kinderkrebskliniken gespendet.

Als Flaschensammlerin ist Heide Schiesewitz in Jülich unterwegs. So trägt sie nicht nur zur Stadtbildverschönerung bei, sondern wirkt mit ihrem pädagogischen Engagement auch auf junge Menschen ein.

Ob das Schlicher Tambourcorps oder die Karnevalsgesellschaft - bei Franz Georg Madry ist der Vereinsnachwuchs in guten Händen. Neben der vielfältigen Jugendarbeit wirkt er auch in der IG der Pfarre D'horn mit, wenn gesellige Ereignisse bevorstehen.

Seit über vier Jahrzehnten ist die "terre des hommes"-Gruppe in Jülich aktiv, um Kindern in Not zu helfen. Rund 6000 Euro erlöst die Gruppe jährlich mit ihren Handarbeiten. 2008 unterstützte die Gruppe aidskranke Waisenkinder in Afrika.

Trotz seiner 90 Jahre greift Hans Steffens aus Düren täglich in einer der Caritas-Tagespflegehäuser in die Tasten, um die Gäste musikalisch zu unterhalten und sie zum Singen und Tanzen zu animieren.

Marlies und Udo Fanger, Ingrid Jerathe, Sabine Matzerath, Doris Stawowy und Kathi Thönneßen lehren jährlich etwa 80 Kindern das Schwimmen. Sie gehören der DLRG-Ortsgruppe Jülich an, die Kinder seit über 25 Jahren gezielt unterrichtet.

Rupert Rieder aus Düren informiert und berät Multiple Sklerose-Erkrankte und organisiert für sie behindertengerechte Busreisen. Zudem ist er Sprecher des Zusammenschlusses der Selbsthilfegruppen im Kreis Düren.

Die 75 Mitglieder der IG Jugend Schmidt organisieren übers Jahr Veranstaltungen für Jung und Alt, um junge Leute zur Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung zu motivieren. Weithin bekannt ist der "Randaleball".


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