Statistik des Arbeitsmarktes

Düren: Fünfte Negativbilanz in Folge
Von Redaktion [08.05.2009, 08.23 Uhr]

Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Agenturbezirk Düren ist im April 2009 zum fünften Mal in Folge angestiegen. Insgesamt waren im Berichtsmonat 11.277 Menschen arbeitslos. Dies sind 181 mehr Personen als im März. Getrennt nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: Nach dem SGB III lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4.031. Das sind 126 mehr als im Vormonat. Im Rechtskreis SGB II stieg die Anzahl verglichen mit dem März um 55 auf 7.246 arbeitslose Menschen.

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit insgesamt um 181 Personen oder um 1,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,5 Prozent.

Erneut leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Region

„Die Konjunkturkrise versetzt auch den hiesigen Unternehmen einen Dämpfer. Umsatzrückgänge und Gewinneinbrüche führen auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu einem erneut leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 8,5 Prozent. Parallel dazu ist zum wiederholten Male ein Rückgang bei den Stellenangeboten zu verzeichnen“, erklärte Harald Küst, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Düren.

„Von der Auftragsflaute sind in der Region besonders die Branchen Fahrzeug- und Maschinenbau, Transport- und Logistik sowie das Papier- und Textilgewerbe betroffen. Auch wenn in einigen Betrieben erste Entlassungen anstehen, so scheuen die meisten Unternehmen vor einem großen Beschäftigtenabbau zurück: Sie wollen im Aufschwung nicht erst mühsam nach den raren Fachkräften suchen. Zur Bewältigung der Krise setzen viele Firmen weiterhin auf Kurzarbeit“, kommentierte Küst und appellierte an die Betriebe, idie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten während der Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen.

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Rückgang der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit

Als vorsichtiges Anzeichen einer Stabilisierung wertete Harald Küst den Rückgang der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit im Berichtsmonat. „Während im März noch 64 Betriebe bei der Dürener Arbeitsagentur Kurzarbeit angezeigt haben, waren dies bis Ende April nur mehr 38 Firmen. Daraus auf ein Ende der Talfahrt zu schließen, wäre verfrüht. Erst in der zweiten Jahreshälfte können wir fundierte Aussagen zur weiteren Entwicklung treffen.“

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Anlass zu Optimismus gibt der Geschäftsführer der Arbeits-agentur Düren dennoch: „Nicht zuletzt durch die krisenfeste Stimmung bei den Verbrauchern besteht im Konsum- und Dienstleistungsbereich weiterhin Nachfrage nach Arbeitskräften. Auch im Gesundheitswesen herrscht zunehmender Fachkräfte-bedarf, besonders im Alten- und Krankenpflegebereich.“

Arbeitslosenquote bei 8,5 Prozent

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im März um 0,1 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote im Dürener Agenturbezirk bei 8,0 Prozent gelegen.


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