Kreis Düren ist auf die Schweinegrippe vorbereitet
Von Redaktion [07.05.2009, 11.34 Uhr]

Die Schweinegrippe hat Deutschland erreicht. Damit ist eingetreten, was Wissenschaftler seit Jahren vorhersagen: Dass sich ein Influenza-Virus aus dem Tierreich so weit verändert, dass es für den Menschen krankmachend und wie die „normale“ (saisonale) Grippe von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Ein solches Virus, das dem menschlichen Immunsystem bisher unbe-kannt ist, kann sich ungehemmt in Windeseile in der Welt verbreiten. Etwa alle 30 bis 40Jahre kommt es zu einer solchen „Pandemie“.

„Ein neues Grippevirus kann mehr oder weniger aggressive Eigenschaften haben. Es besteht bei dem neuen Virus die berechtigte Hoffnung, dass es von seinen Eigenschaften her nicht schwerste Krankheitsbilder hervorruft, sondern eher milde Krankheitsverläufe“, warnt Dr. Mari-anne Hoff-Gehlen, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes, vor Panikmache. „Die Erkrankung ist grundsätzlich medikamentös behandelbar. Es gibt genügend Medikamente für alle.“

Das Kreisgesundheitsamt ist gewappnet: Auf der Basis des Nationalen Pandemieplans wur-de ein Bündel an Maßnahmen vorbereitet. Die Kontakte zu den Krankenhäusern und den nie-dergelassenen Ärzten funktionieren problemlos, das Meldesystem ist angelaufen, die Partner werden mit Informationen beliefert, Maßnahmen werden abgesprochen und koordiniert.

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Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist: Durch infektionshygienisches Management muss gewährleistet werden, dass Infizierte effektiv behandelt werden und möglichst wenig Menschen neu angesteckt werden.

„Für den Fall, dass sich die neue, auch Mexikogrippe genannte Variante auch bei uns ausbrei-tet, können die Bürger selber schon viel tun, um sich und andere vor Erkrankung zu schützen. Die Einhaltung von Hygieneregeln spielt dabei eine entscheidende Rolle, derzeit insbeson-dere bei Kontakt zu Reiserückkehrern aus betroffenen Regionen“, so Dr. Marianne Hoff-Gehlen.

Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion (Sprechen; Husten) übertragen so-wie über die Hände. Insbesondere beim Niesen und Husten können Erreger auf die Hände gelangen und darüber weiter verbreitet werden. Daher wird häufiges Händewaschen empfoh-len. Beim Husten sollte in den Ärmel gehustet werden. Der Kontakt zu Erkrankten sollte mög-lichst vermieden werden.

Erkrankte sollten sieben Tage häuslich abgesondert und nur bei entsprechend schwerer Symptomatik im Krankenhaus behandelt und isoliert werden. Alle Haushaltsmitglieder sollten, soweit möglich, zu Hause bleiben und Kontakte außerhalb des Haushalts vermeiden. Engen Kontaktpersonen von an Schweinegrippe-Erkrankten wird in der jetzigen Phase empfohlen, sich vom Hausarzt ein Medikament (Neuraminidasehemmer) zur vorbeugenden Einnahme verschreiben zu lassen. Damit können weitere Krankheitsfälle verhindert werden. Ein Impfstoff steht in einigen Monaten zur Verfügung.

Das Gesundheitsamt berät Bürger und Institutionen gerne. Wenn Bürger aus Mexiko zurück-kommen, sollten sie sich im Gesundheitsamt melden (02421/22-2429).


Weitere Infos gibt das Robert-Koch-Institut im Internet unter www.rki.de :

http://de.wikipedia.org/wiki/Influenza-Epidemie_in_Mexiko_2009

http://www.tagesschau.de/ausland/schweinegrippe326.html

http://www.gesundheit.com/gc_detail_3_gc17110312.html


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