Henri Rousseau und sein Umkreis

Das Ende „Auf eigenen Wegen“ in Neuss
Von Redaktion [01.05.2009, 06.28 Uhr]

Die farbprächtige, regelrecht bunt-fröhliche Ausstellung des Clemens-Sels-Museums „Auf eigenen Wegen - Henri Rousseau und sein Umkreis“ geht am 24. Mai zu Ende. Auf seinem Weg der unverstellten und zum Kern der Dinge vordringenden Darstellung der Welt folgten Rousseau unter anderen André Bauchant, Camille Bombois, Louis Vivin und Séraphine Louis. Aber nicht nur diese "Maler des Heiligen Herzens" in Frankreich, sondern auch in ganz Europa, Russland und Südamerika arbeiteten Autodidakten an ihren oft magischen, ekstatischen Bildern, häufig ohne voneinander zu wissen und meist in Unkenntnis der Entwicklungen der Modernen Kunst. So wirken ihre Arbeiten bis heute faszinierend in ihrer Unbefangenheit und höchst individuell.

Architekturbilder, Massenszenen, intime Spielereien und dramatische Ausbrüche, Szenen aus dem Alltag und biblische Geschichten, daneben liebevoll gefertigte Skulpturen von bisweilen erheiternder Fantastik: Jeder Besucher kann tatsächlich „auf eigenen Wegen” mit Henri Rousseau, dem „Zöllner”, seinem Umkreis und seinen Art- bzw. Kunstverwandten umgehen.


Sonderveranstaltungen im Mai:
6. Mai, 18.30 Uhr
Die Welt der Naiven Künstler – Filmabend
Nach einer kurzen Einführung in das Thema von Frau Dr. Husmeier-Schirlitz zeigen wir authentische und zum Teil sehr seltene Filme, die die Künstlerin Emma Stern und den Maler Eduard Odenthal bei der Arbeit an der Staffelei zeigen und selbst zu Wort kommen lassen. Weggefährten und Zeitzeugen schildern zudem ihre persönlichen Begegnungen mit diesen außergewöhnlichen Künstlern.

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8. Mai, 18 Uhr
Augen- und Gaumenschmaus
Führung mit anschließender Verköstigung des Gerichts »Reis à la Valencienne«, das Picasso auf seinem berühmten Bankett für Henri Rousseau seinen Gästen kredenzte.
Anmeldung unter: 02131-904141

14. Mai, 19.30 Uhr
Sie tun es einfach – Naiv und trotzdem Künstler
Podiumsdiskussion
Über das facettenreiche und faszinierende Thema sprechen die Sammlerin Charlotte Zander, die die größte internationale Kollektion »naiver Künstler« zusammengetragen hat, sowie Dr. Volker Dallmeier, der Vorsitzende der Erich Bödeker-Gesellschaft für naive Kunst, der bekannte Künstler Prof. Friedrich Gräsel und Prof. Dr. Ferdinand Ullrich, der Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen, der zugleich eine Honorarprofessur an der Kunstakademie in Münster inne hat. Als versierte Moderatorin dieser hochkarätigen und streitbaren Expertenrunde fungiert die WDR-Mitarbeiterin Claudia Dichter.


24. Mai, 11.30 Uhr
Konzertmatinee - Finissage: Musik parallel zu Henri Rousseau
Naivität – Ursprünglichkeit – Natur
Das Ensemble Horizonte spielt Musik aus der Zeit von Henri Rousseau. Dabei kommen vornehmlich Werke zur Aufführung, die wie stilisierte Improvisationen klingen und daher eine gewissermaßen »naive« Ursprünglichkeit verströmen oder wie naturhafte Fantasien über exotische Regionen wirken. Das instrumentale Zentrum in diesen Kompositionen von Claude Debussy, Camille Saint-Saëns, Marcel Tournier, André Jolivet und anderen Zeitgenossen bildet die Harfe, die teils als Spiegel ihrer Umgebung, teils aber auch wie der eigentliche Quell der tönenden Erscheinungen auftritt.

Weitere Informationen: www.clemens-sels-museum.de


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