Neue Jugendherberge soll im Herbst 2010 fertig sein

Touristischer Quantensprung in Nideggen
Von Redaktion [14.04.2009, 08.43 Uhr]

Voller Pläne für die neue Jugendherberge in Nideggen (v.l.): Michael Müller (GIS), Friedhelm Kamps (DJH), Peter Kaptain (GIS), Bürgermeister Willi Hönscheid, Landrat Wolfgang Spelthahn sowie Khaldun El Djabri und Volker Kunstmann (Bolckmans).

Voller Pläne für die neue Jugendherberge in Nideggen (v.l.): Michael Müller (GIS), Friedhelm Kamps (DJH), Peter Kaptain (GIS), Bürgermeister Willi Hönscheid, Landrat Wolfgang Spelthahn sowie Khaldun El Djabri und Volker Kunstmann (Bolckmans).

Der Weg für die neue Jugendherberge Nideggen ist frei. Im Herbst 2010 soll der 4,2 Millionen Euro teure Neubau auf dem Gelände des Touristischen Dienstleistungszentrums be-zugsfertig sein. Für die Gäste ist das ein Quantensprung: raus aus der nüchtern-funktionalen Zeit, rein in lichtdurchflutete Behaglichkeit. Statt der 146 Betten an der Rather Straße wird der Neubau neben der Jugendstil-Villa (ehemaliges Haus der Familie) mindes-tens 180 Schlafplätze bieten.

Es werden Zimmer mit Aussicht sein, zumindest in den oberen der fünf Stockwerke des Herbergsturms. Die Gäste aus den unteren Etagen genießen den Blick auf Burg und Ru-reifel vom begehbaren Flachdach aus. Die schmucke Villa, Sitz des neuen Nationalpark-tors und des DGA-Ausbildungszentrums für gastronomische Berufe, überragt der Turm dennoch nicht, denn Speisesaal, Küche und Tagungsräume werden in einem gesonderten zweigeschossigen Riegel untergebracht. Die beiden neue Blöcke werden buntsandsteinfarbig verputzt, die Villa bleibt optisch klar die Nummer 1.

„Dies ist ein für die gesamte Eifel sehr wichtiges Projekt“, fasste Landrat Wolfgang Spelthahn, Initiator des Dienstleistungszentrums, vor der Presse den Aufschwung ins Au-ge. Waren bisher jüngere Schüler die typischen Herbergsgäste, so werden künftig Menschen jeden Alters angesprochen, vor allem Familien.

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Sie werden den Nationalpark Eifel vor allem an Wochenenden und in den Ferien erkunden; „Outdoor“ liegt im Trend, (Rad-)Wandern erlebt eine Renaissance. Zudem spricht man künftig auch Seminar- und Weiterbildungsveranstalter an.

Insgesamt erhofft sich Landrat Wolfgang Spelthahn ein Plus von 10.000 Übernachtungen jährlich. Bislang sind es zwischen 21- und 25.000, so Friedhelm Kamps, Geschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks im Rheinland. „Wir schauen sehr optimistisch auf die Eifel. Nideggen war schon immer ein hervorragender Standort, jetzt werden wir uns neu positionieren“, lobte er den „überzeugenden Bauentwurf“.

Der stammt von der Bolckmans GmbH aus Schwalmtal, die auf Planung und schlüsselfertiges Bauen spezialisiert ist. Auch Nideggens Bürgermeister ist begeistert: „Prospekte können das eigene Eifel-Erleben nicht ersetzen. Deshalb ist die Herberge ein immenser Imagegewinn für uns alle.“

Um das Angebot abzurunden, erwirbt die kreiseigene Gesellschaft für Infrastrukturvermö-gen (GIS), die das Projekt beharrlich vorangetrieben hat, weitere gut 2500 Quadratmeter Land vom Bistum Aachen. GIS-Geschäftsführer Peter Kaptain: „Grillplatz und Sportflächen im Freien gehören einfach dazu.“ Auch die verkehrliche Anbindung wird optimiert. Autos und Reisebusse rollen über die auszubauende Straße Im Effels an. Die Anreise soll aber auch per Rurtalbahn und DKB-Bus möglich sein. Wichtig zudem: Der fünfminütige Fußweg ins Stadtzentrum wird ausgebaut und beleuchtet.

Der Kreis Düren stellt eine Million Euro aus seinen Konjunkturpaket II-Mitteln zur Verfügung und erwartet von der Stadt Nideggen weitere 250.000 Euro Beteiligung. Der Mietvertrag zwischen dem Kreis und dem DJH läuft über rund 30 Jahre, den Verkaufserlös seines alten Standortes wird das Herbergswerk in das neue Projekt stecken.

„Insgesamt investieren wir über zehn Millionen Euro in die touristische Infrastruktur der Eifel“, rechnete Landrat Wolfgang Spelthahn vor. Die Heimbacher Burg wird derzeit für 2,2 Millionen zur Kunstakademie ausgebaut. In den Um- und Ausbau der Nideggener Jugendstil-Villa samt Lehrküche und Restaurant flossen ebenfalls 2,2 Millionen. Für die Jugend-herberge plus der Infrastruktur ringsum sind über 6,1 Million erforderlich.


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