Ausgezeichnet mit dem 1. Inthega-Preis

Zweigsche Schachnovelle auf Dürener Bühne
Von Redaktion [27.03.2009, 08.23 Uhr]

In 35 Sprachen übersetzt, 1 200 000 Mal seit 1974 als Taschenbuch in Deutschland verkauft... Es war eine Frage der Zeit, wann die Schachnovelle - längst Pflichtlektüre an deutschen Schulen – nach der Verfilmung die Bühne erobern würde. “Frenetisch bejubelt” (Kurier, Wien) wurde Peschinas Fassung, die die spannungsreiche Geschichte, des bis zur letzten Minute fesselnden Schachspiels der ungleichen Gegner, gekonnt auf die Bühne bringt – in Düren am Dienstag, 31. März, um 20 Uhr.

In der perfekt gebauten, spannenden und psychologisch überzeugenden Novelle werden zwei Schachspieler miteinander konfrontiert, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der eine ist Dr. Bertram, ein prominenter Anwalt aus einer hochangesehenen, altösterreichischen Familie, der andere der Schachweltmeister Mirko Czentovic.

Auf einem Passagierdampfer auf der Fahrt von New York nach Buenos Aires ist eine bunte Ge-sellschaft aus Abenteurern und Emigranten versammelt. Unter ihnen auch der arrogante Schachweltmeister Mirko Czentovic, der die Aufmerksamkeit des geltungsbedürftigen Indus-triellen McConnor erregt. Er will ihn unbedingt zu einer Partie Schach herausfordern. Gegen ein Honorar ist der Weltmeister bereit.

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Der anberaumte Wettkampf zwischen ihm und dem gelangweilt spielenden Meister endet vor-hersehbar mit der totalen Niederlage McConners und der ihn eifrig unterstützenden Passagiere. Auch beim Revanchespiel ist Czentovic hoch überlegen, bis ein Passagier – es ist Dr. Bertram – unvermutet in die Partie eingreift und die sichere Niederlage ein unerwartetes Remis verwandelt.

“Der Applaus wollte nicht enden nach der hinreißenden Aufführung der „Schachnovelle“. Die Umsetzung der faszinierenden Novelle von Stefan Zweig in ein unglaublich fesselndes Theater-stück forderte den Zuschauern höchste Bewunderung ab. Brillanter Kristallisationspunkt war die Hauptrolle des Dr. Bertram. Er wurde von Gerd Silberbauer menschlich bewegend in Höhen und Tiefen, in Krisen und in der existenziellen Zerreißprobe mit bis an die Grenzen gehender Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit gezeichnet. Mit der Atemlosigkeit der in irrsinnigem Tempo memorierten Lied- und Gedichttexte, der in suchthaftem Wahn sich überschlagend auf-gesagten Schachpositionen blieb auch den Zuschauern der Atem weg. Fesselndes Theater!“ (Antonie Anton, Schwarzwälder Bote, 19.12.2006)

Theaterkarten zu 14, 17 und 19,50 Euro sind beim Online-Ticket-Service unter www.dueren.de/veranstaltungen oder unter www.mvm.dueren.de sowie an der Theaterkasse im Haus der Stadt, Stefan-Schwer-Straße 4, und an der Theaterkasse im Bürgerbüro, Marktplatz, 52349 Düren, Tel.: 02421/252004 erhältlich.


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