Heimbacher Kunstakademie auf Berliner ITB präsentiert
Von Redaktion [24.03.2009, 11.23 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) und Heimbachs Bürgermeister Bert Züll nutzten die größ-te Touristikmesse der Welt in Berlin, um Journalisten mit der Internationalen Kunstakademie auf Burg Hengebach vorzustellen.

Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) und Heimbachs Bürgermeister Bert Züll nutzten die größ-te Touristikmesse der Welt in Berlin, um Journalisten mit der Internationalen Kunstakademie auf Burg Hengebach vorzustellen.

Auf der ITB, der weltgrößten Tourismusbörse in Berlin, zeigt man seine Schokoladensei-ten – so auch der Kreis Düren. Landrat Wolfgang Spelthahn und Heimbachs Bürgermeis-ter Bert Züll nutzten das gleißende Licht der Berliner Bühne, um mit der Internationalen Kunstakademie auf Burg Hengebach ein Leuchtturmprojekt vorzustellen, so die Presse-mittteilung. Auf dem Präsentationsstand von NRW-Tourismus erläuterten sie, was es mit der „Neuen Kunst in alten Mauern“ auf sich hat.

Die Akademie wird ihren Betrieb im Spätsommer unter der Leitung des Kunsthistorikers Prof. Dr. Frank Günter Zehnder aufnehmen. 42 national und international renommierte Dozenten haben dann ein Ziel: Sie wollen Kreativität wecken. Von Kindern bis Senioren, vom Laien bis zum Meisterschüler sind alle willkommen, die in ihrer Freizeit schöpferisch tätig sein wollen. Gelehrt werden alle Sparten der Bildenden Kunst - Fotografie, Video und Film eingeschlossen. Nach der Aufbauphase sollen es rund 100 Kurse jährlich sein. Da gut Ding Weile braucht, werden viele mehrtägige Klassen angeboten, was der Eifelregion Übernachtungsgäste bescheren wird. Damit ist die Akademie eine prima Ergänzung zum Nationalpark Eifel, der meist Tagesausflügler anzieht.

„Der Tourismus befindet sich im Wandel. Mit der Kunstakademie in Heimbach lassen sich Natur, Kultur und Wirtschaftsförderung ideal miteinander verbinden“, erläuterte Landrat Wolfgang Spelthahn vor Journalisten. Er hatte den Stein ins Rollen gebracht und sich da-bei von Vorbildern inspirieren lassen. Die Kunstakademie in Bad Reichenhall ist längst ein warmer Regen für die Wirtschaft der Region.

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„Die Menschen werden gottlob immer älter, haben mehr freie Zeit, in der sie kreativ sein wollen“, prophezeite Landrat Wolfgang Spelthahn auch der Heimbacher Akademie eine Erfolgsgeschichte. Bürgermeister Bert Züll teilt seinen Optimismus: „Im Rheinland gibt es noch kein derartiges Angebot. Wir rechnen mit auch mit Gästen aus Belgien und den Niederlanden.“ Finanziert werden soll die Akademie über Kursgebühren. Von der Anschubfinanzierung abgesehen, soll sie sich selbst tragen. 15 neue Arbeitsplätze sollen zunächst entstehen, auf lange Sicht aber noch weit mehr.

Nach den Plänen des Heimbacher Architekten Peter Holdenried wird die jahrelang unge-nutzte Burg derzeit passgenau umgebaut. Ateliers mit tollen Eifelblicken entstehen. Vom derzeit ebenfalls leerstehenden Hotel Burghof aus wird Burg Hengebach über vier Aufzü-ge stufenweise erschlossen. So gelangt man barrierefrei bis in den letzten Dachgeschoss-raum. Rund zwei Millionen Euro soll der Umbau der Burg kosten. Finanziert wird er vom Kölner Investor Andre Marcone. Mensa, Restaurant, eine Weinstube und einige behinder-tengerechte Gästezimmer runden das Raumprogramm ab.

Das Wahrzeichen der Stadt Heimbach wird auch künftig größtenteils öffentlich zugänglich bleiben - das ist Programm. Besucher sind in der Akademie jederzeit willkommen, denn sie soll schließlich ein Ort der Kreativität, der Begegnung und des Austauschs und kein Elfenbeinturm sein.

Infos im Internet: www.kunstakademie-heimbach-eifel.de sowie unter 02446/8080.


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