Romeo and Juliet in englischer Sprache

Düren: Shakespeare im Original
Von Redaktion [12.03.2009, 08.34 Uhr]

Duell der Rivalen - der Ausgang ist bekannt

Duell der Rivalen - der Ausgang ist bekannt

„Zwei Häuser waren - gleich an Würdigkeit - Hier in Verona, wo die Handlung steckt.“ Dieses Zitat aus der Eröffnungsrede gab den wesentlichen Impuls für die Inszenierung der American Drama Group Europe. Shakespeares "Romeo and Juliet" wird am Mittwoch, 18. März, um 11 und 20 Uhr im Haus der Stadt Düren aufgeführt.

Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den beiden mächtigsten Familien Veronas – den Montagues und den Capulets – ordnet Prinz Escalus Frieden im Land an. Lord Capulet verspricht seine Tochter Julia dem Neffen des Prinzen, Paris, um seinen guten Willen zu zeigen. Zu diesem Anlass wird ein Maskenball organisiert. Montague und seine Freunde wohnen diesem Ereignis bei und dort treffen sich Romeo und Julia zum ersten Mal und verlieben sich. Am nächsten Tag werden Sie heimlich von dem Mönch Laurence vermählt.

Bevor die jungen Liebenden ihre Pläne in die Tat umsetzen können, bricht wieder ein Streit zwischen den verfeindeten Familien aus. Romeo weigert sich, gegen Tybalt, Julias Cousin, zu kämpfen. Stattdessen nimmt Mercutio, Romeos aggressiver Freund, die Herausforderung an und fällt im Kampf. Blind vor Zorn rächt sich Romeo und tötet Tybalt. Darauf wird Romeo vom Prinzen aus Verona verbannt.

Julias Vater besteht darauf, dass sie sich so schnell wie möglich mit Paris vermählt. Verzweifelt bittet Julia den Mönch Laurence um Hilfe. Er rät ihr, zum Schein der Vermählung zuzustimmen, jedoch einen Trank zu sich zu nehmen, der sie für 48 Stunden in einen todesähnlichen Schlaf versetzt. Sie soll im Familiengrab aufgebart werden; und wenn sie aufwacht, soll Romeo sie dort erwarten, damit sie sich gemeinsam davonstehlen können.

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Der Plan geht auch fast auf, bis auf die Tatsache, dass die Botschaft des Mönches Laurence an Romeo, welche die Situation erklärt, niemals ankommt. Romeo, der nur von Julias „Tod“ hört, eilt zum Grab, wo er von Paris überrascht wird. In einem Kampf tötet Romeo Paris. Verzweifelt nimmt Romeo Gift zu sich und stirbt neben Julia. Als sie aufwacht und ihn tot auffindet ersticht sie sich. Beide Familien eilen zum Grab. In Anwesenheit ihrer toten Kinder versöhnen sie sich.

„Zwei Häuser waren - gleich an Würdigkeit - Hier in Verona, wo die Handlung steckt.“ Dieses Zitat aus der Eröffnungsrede gab den wesentlichen Impuls für die Inszenierung der American Drama Group Europe. Die Capulets und Montagues gehören der selben sozialen Schicht an und teilen die selben Werte! Ihre Gefolgsleute tragen ihre Kämpfe in den Straßen aus. Shakespeare kritisiert diese gemeinsamen Werte, die Werte mächtiger Familien.

Und genau dies ist der Anlass der Tragödie: Wenn die Mächtigen sündigen, wird der Staat erschüttert. Der Tod der beiden jungen Menschen zeigt, wie unsinnig dieser bösartige Kampf ihrer Familien ist. Die beiden Familien gelangen schließlich zur Einsicht und versöhnen sich. Die Inszenierung spielt folgerichtig im frühmodernen Italien, wo Klanrivalität, Stolz und Würde, Aristokratie, Katholizismus, arrangierte Ehen und Keuschheit an der Tagesordnung waren. Die Inszenierung ist hoch stilisiert, Maskenbälle und rituelle Gewalt sind feste Bestandteile der Bühnenhandlung.

ROMEO UND JULIA ist eines der bekanntesten Dramen überhaupt. Diese Aufführung setzt auf seine vollkommene Poesie und Romantik und präsentiert zugleich ein kraftvolles, stilisiertes Schauspiel.


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