Jury hat entschieden

Thomas Kellner erhält den Kunstpreis des Kreises Düren
Von Redaktion [15.02.2009, 14.19 Uhr]

Die Entscheidung ist gefallen: Unter Vorsitz von Landrat Wolfgang Spelthahn sprach die Jury den Kunstpreis des Kreises Düren 2009 dem Fotokünstler Thomas Kellner zu.

Die Entscheidung ist gefallen: Unter Vorsitz von Landrat Wolfgang Spelthahn sprach die Jury den Kunstpreis des Kreises Düren 2009 dem Fotokünstler Thomas Kellner zu.

In seinen großformatigen Lichtbildern begegnen sich Fotografie, Collage und Film. Schon während seines Kunststudiums von 1989 bis 1996 an der Universität Siegen experimentierte Kellner mit selbstgebauten Lochkameras und schuf verschieden Werkserien. Seit 1997 fotografiert er bekannte Bauwerke, die aufgrund seiner kaleidoskopartigen Komposi-tionstechnik vor den Augen des Betrachters einzustürzen oder auseinander zu fallen dro-hen. Was einst mit dem Eiffelturm in Paris begann, hat der ehemalige Schüler des Wirteltor-Gymnasiums zu seinem ganz eigenen, unverwechselbaren Stil perfektioniert. „Dancing Walls“ – „Tanzende Mauern“ - heißt eine Publikation sehr treffend.

„Nach Volker Saul, Julia Seidensticker und Dr. Herbert Falken haben wird mit Thomas Kellner erneut einen Preisträger, der die Jury mit seinen herausragenden Arbeiten voll und ganz überzeugt hat“, berichtete Landrat Wolfgang Spelthahn nach der Entscheidung hinter verschlossener Tür. Insgesamt 40 Künstler hatten sich nach der öffentlichen Ausschreibung um den Preis beworben, den der Kreis Düren mit Unterstützung der Sparkasse Düren alle zwei Jahre auslobt. Neben dem Preisgeld erhält der Sieger eine Einzelausstellung samt Katalog, dessen Herstellung mit weiteren bis zu 5000 Euro gefördert wird.

Dass die Jury, die aus Vertretern aller Kreistagsfraktionen sowie ausgewiesenen Kunstexperten besteht, keine leichte Arbeit hatte, bestätigte Prof. Dr. Frank Günter Zehnder. „Die Qualität der eingereichten Werke war außerordentlich hoch“, so der Kunsthistoriker. Auf-fällig zudem sei der Trend zur Fotokunst. In mehreren Durchgängen bildete die Jury sich ihr Urteil, das dann zugunsten Kellners ausfiel.

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„Er arbeitet mit einem Verfremdungseffekt, der hoch künstlerisch ist, und beteiligt den Betrachter sehr intensiv an seinen Bildern“, charakterisierte Zehnder das Werk des vierten Preisträgers. Kellner hatte seit 1970 in Langerwehe gewohnt, war in Arnoldsweiler und Kufferath zu Hause, um sich dann nach seinem Ersatzdienst zum Studium in Richtung Siegen zu verabschieden.

Thomas Kellner freut sich außerordentlich über diesen für ihn ersten Kunstpreis. 1996 war sein Langzeitprojekt allerdings schon mit dem Kodak-Nachwuchs-Förderpreis prämiert worden. „Ich freue mich über den Kunstpreis auch deswegen ganz besonders, weil meine Wurzeln – sprich meine Familie – immer noch im Kreis Düren liegen und mich viele Künst-ler aus dem Kreis Düren auf diesen Weg gebracht haben.“

Mit Einzelausstellungen war Thomas Kellner nicht nur zwischen München und Hamburg, sondern unter anderem auch in New York, Los Angeles, Boston, Chicago und London präsent. Kellners aktuelle Ausstellung „Architekturen“ ist noch bis zum 28 Februar in der Galerie Poller in Frankfurt zu sehen. Seine Arbeiten sind in bedeutenden privaten und öf-fentlichen Sammlungen zu finden, vorwiegend in Deutschland und in den USA.
Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festaktes im Frühjahr 2009 in der Kreisverwaltung Düren statt. Seine Einzelausstellung ist für das Frühjahr 2010 im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich geplant.


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