Trägerverein für Heimbacher Kunstakademie gegründet
Von Josef Kreutzer [20.01.2009, 08.06 Uhr]

Sie unterzeichneten die Gründungsurkunde für den Trägerverein der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Im Sommer 2009 sollen die ersten Kunstkurse auf Burg Hengebach beginnen.

Sie unterzeichneten die Gründungsurkunde für den Trägerverein der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Im Sommer 2009 sollen die ersten Kunstkurse auf Burg Hengebach beginnen.

„Ohne Schubs kommt nichts ins Rollen“, zitierte Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, der designierte Leiter der Internationalen Kunstakademie Heimbach, eine chinesische Weisheit, als sich jetzt im Heimbacher Hotel Klostermühle der Trägerverein der Bildungsein-richtung gründete. Der Schubs, den Landrat Wolfgang Spelthahn diesem Millionen-Projekt gegeben hat, war wohl goldrichtig dosiert, denn das Vorhaben steckt in Sieben-Meilen-Stiefeln.

Zwischen dem Geistesblitz und dem ersten Kunstkurs auf der komplett umgebauten Burg Hengebach werden nur zwei Jahre liegen. Bereits im Sommer 2009 soll die Akademie ihren Lehrbetrieb aufnehmen. Heimbach - dank Lars Vogt ein Mekka der klassischen Musik - wird somit auch zum Magnet für alle Menschen, die ihr kreatives Potenzial fördern wollen.

International renommierte Künstler werden die Klassen leiten, wobei es Angebote in sämtlichen Sparten der bildenden Kunst geben wird, Fotografie, Film und Performance eingeschlossen. Ob jung oder alt, ob Anfänger oder Meisterschüler – alle sind auf der Burg willkommen. Von der Akademie werden nicht nur die Schüler profitieren, auch der heimischen Wirtschaft wird der erwartete Gästestrom gut tun. Viele werden sicher in der Region übernachten, wenn sie mehrtägige Kurse besuchen.

Als Initiator Landrat Wolfgang Spelthahn und Heimbachs Bürgermeister Bert Züll die Festgesellschaft begrüßten, war immer wieder von Glücksfällen die Rede. Gemeint waren stets handelnde Personen. Prof. Zehnder, ehemaliger Leiter des Rheinischen Landesmuseums Bonn, ist der Motor des Projekts, was die inhaltliche Konzeption angeht. Der Unruheständler aus dem Kreis Euskirchen stellt derzeit sein Dozenten-Team zusammen.

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Die dem Kreis Düren verbundenen Künstler Otmar Alt, Prof. Walter Dohmen, Herb Schiffer und Arno Schlader gehören dazu, aber auch Rolf Jahn (Köln), der Schweizer Fritz Baack, der Türke Mehmet Güler und Enrique Asensi aus Spanien. Mit Ren Rong wurde auch ein prominenter chinesischer Künstler verpflichtet. „Weitere renommierte Dozenten werden folgen, darunter auch Frauen“, berichtete Zehnder von laufenden Verhandlungen. Die Verwaltungsleitung wird in Händen von Franz-Josef Hellwig liegen, ehemaliger Leiter des Kreis-Kulturamtes.

Nächster Glücksfall: Die Weitsicht der Heimbacher Politiker, die das Vorhaben einmütig unterstützen. Feuer und Flamme für das Projekt waren zudem der Heimbacher Architekt Peter Holdenried und der Kölner Investor Andre Marcone, der rund zwei Millionen Euro in den Umbau der Burg steckt, die im Eigentum der Stadt Heimbach bleibt.

Der rechtsfähige Trägerverein der Akademie ist breit aufgestellt. Neben Landrat und Bürgermeister unterzeichneten Uwe Willner und Bernd Böhnke den Vertrag für die Sparkasse Düren und die Dürener Kreisbahn; Manfred Jaeger tat das im Namen der Karl-Heinz-Krischer-Stiftung. Käthe Rolfink, Vorsitzende der Kulturinitiative im Kreis Düren, signierte die Urkunde ebenfalls. Als Privatmann trägt Ewald Schmitz die Akademie mit.

Den Finanzbedarf vor dem Start des Ausbildungsbetriebs bezifferte Zehnder mit 380.000 Euro. Darin enthalten sind Werbung, Beschilderung und Grundausstattung. Einen finanziellen Schubs erwartet der Verein von einer Sparkassen- und einer NRW-Stiftung. Der Akademiebetrieb soll im Sommer mit 40 Kursen anlaufen. Finanziert werden sie auch über Teilnehmergebühren.

Dass die Akademie ein Erfolg wird, steht für die Macher außer Frage. Vergleichbare Ein-richtungen etwa in Bad Reichenhall haben es vorgemacht. Da das Einzugsgebiet von Burg Hengebach riesig ist und es weithin keine Konkurrenz gibt, dürfte die Akademie auch die Wirtschaft in der Region spürbar beleben. Landrat Wolfgang Spelthahn: „Ob Flora und Fauna, ob Musik und Kunst – für viele Menschen wird Heimbach zum Pflichtbesuch. Hier zeigt sich, dass es unerlässlich ist, auch in schwierigen Zeiten Visionen zu verfolgen.“


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