Kreis Düren: Positiv, trotz steigender Arbeitslosigkeit im Dezember
Von Redaktion [09.01.2009, 18.35 Uhr]

Die konjunkturelle Abschwächung der Wirtschaft und saisontypische Entwicklungen brachten zum Jahresende 2008 die weitere Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt zum Stillstand. Die Zahl der Arbeitslosen im Agentur-bezirk Düren ist im Dezember erstmals seit Juli wieder leicht angestiegen. Insgesamt waren im Berichtsmonat 9.824 Menschen arbeitslos. Dies sind 224 oder 2,3 Prozent mehr arbeitslose Frauen und Männer als im November. Im Vergleich zum Dezember 2007 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 943 Personen oder 8,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2008 lag der Bestand an Arbeitslosen bei 10.239. In 2007 hatte er 12.398 betragen und ist somit um 2.159 Personen oder 17,4 Prozent deutlich zurück-gegangen.

„Trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Dezember ergibt die Jahresbilanz 2008 für den Arbeitsmarkt im Dürener Agenturbezirk ein positives Gesamtbild. Seit Jahresbeginn konnten nahezu monatlich sinkende Arbeitslosenzahlen verzeichnet werden. Der derzeitige Anstieg der Arbeitslosen im Dezember hängt einerseits mit saisonbedingten Freistellungen, z.B. im Baubereich, zusammen und resultiert andererseits aus einem Rückgang an Einstellungen. Bei einem weltweit weiter anhaltenden Abschwung wird sich dies 2009 auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken und wir müssen mit einem Beschäftigungsrückgang rechnen. Eine genaue Prognose hierzu lässt sich jedoch nicht abgeben,“ kommentierte Frauke Schwietert, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Düren, die aktuelle Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt.

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„Es gibt jedoch auch Indikatoren dafür, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Gesamtbild von 2008 und der Aufbau zusätzlicher Beschäftigung in den Betrieben der Region zum Teil nachhaltig sind. Daher hat der Agenturbezirk Düren mit seiner ausgewogenen mittelständischen Struktur eine gute Ausgangslage. Trotz großer Unsicherheit über Länge und Stärke der Rezession stemmen sich die Betriebe gegen die konjunkturelle Tristesse. Arbeitsplätze erhalten in einem schwierigen Jahr, ist das Ziel vieler Unternehmen in der Region“, konstatierte Schwietert.

„Die Betriebe wissen, dass Fachkräfte, wie Facharbeiter und Ingenieure, rar sind und im Aufschwung nicht mehr beliebig vom Arbeitsmarkt rekrutiert werden können. Der Fachkräftebedarf ist auch relativ konstant geblieben“, erklärte Frauke Schwietert. „Daher hat die Kurzarbeit im Agenturbezirk jüngst wieder an Bedeutung gewonnen. Bevor die Betriebe zu Entlassungen greifen, lässt sich mithilfe von Kurzarbeitergeld so manches Auftragstief durchstehen. Sollte der Arbeitsausfall nur vorübergehend sein, kann damit ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen teilweise vermieden werden. Allerdings sollten auch Qualifizierungs-möglichkeiten für Arbeitnehmer genutzt werden.“ Die Agentur für Arbeit kann hier mit vielen Instrumenten helfen.


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