Prognos-Studie

Ehrenamtliches Engagement im Kreis Düren ist spitze
Von Redaktion [01.01.2009, 09.25 Uhr]

Das Meinnungsforschungsinstitut Prognis befragte jhüngst 44.000 Menschen in 439 Kreisen und kreisfreien Städten. Das Ergebnis: Der Kreis Düren weist eine Engagementquote von über 50 Prozent auf. Damit liegt der Kreis Düren im Bundesvergleich weit vorne.

Er befindet sich in der besten der fünf Kategorien. In ganz Nordrhein-Westfalen erreichten nur zwei weitere Gebietskörperschaften den Sprung in die "First Class", bundesweit waren es insgesamt 61.

Als Dietmar Meister, Sprecher des AMB Generali-Vorstandes, und Vertreter der Prognos AG die Studie am Mittwoch in Köln der Presse vorstellten, wurde der Kreis Düren ausdrücklich als vorbildhaft gewürdigt. Als Beleg dafür, dass auch in einem Bundesland, in dem die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen, eher mäßig ausgeprägt ist, Spitzenleistungen möglich sind.

"Auf dieses Ergebnis dürfen wir im Kreis Düren alle stolz sein", atmete Landrat Wolfgang Spelthahn nach der Präsentation erst einmal durch. "Zu diesem tollen Zeugnis haben Zehntausende Bürgerinnen und Bürger beigetragen, die ihre Kraft und ihre Zeit für andere opfern, unterstützt von vielen Vereinen und Institutionen. Ihnen allen gebühren Lob und Dank, denn ohne ihren Einsatz wäre der Kreis Düren nicht so lebens- und liebenswert, wie wir ihn kennen. Dass dies keineswegs selbstverständlich ist, dokumentiert die Studie eindrucksvoll. In den Kreisen am unteren Ende der Skala sind nicht einmal 20 Prozent der Menschen ehrenamtlich aktiv.

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In Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet ist der Gemeinschaftssinn eher schwach ausgeprägt. Umgekehrt brennt die Bevölkerung in ländlichen Gebieten nicht automatisch darauf, sich in Vereinen, sozialen und karitativen Institutionen, in privaten oder kirchlichen Initiativen zu engagieren. Davon zeugt das Ergebnis der neuen Bundesländer ebenso wie das der Region.

In den Kreisen Aachen und Rhein-Erft liegt die Quote unter 30 Prozent, die Kreise Euskirchen und Heinsberg rangieren auf dem Niveau des Bundesdurchschnitts von 34,3 Prozent. Eine weitere bemerkenswerte Zahl: Bei durchschnittlich 16,2 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit im Monat beziffert Prognos den Wert des gesamten freiwilligen Engagements in Deutschland mit einer Arbeitskraft von 3,2 Millionen Vollzeitbeschäftigten.

"Die Studie zeigt, dass man den Menschen Gelegenheit geben muss, sich zu engagieren und das dann auch entsprechend würdigen sollte", sieht Landrat Wolfgang Spelthahn das positive Abschneiden des Kreises Düren ganz und gar nicht als Zufallstreffer. Mit Initiativen wie seiner Danke-Karte, der Verleihung der Ehrenpreise für soziales Engagement und der im Kreishaus angesiedelten Koordinationsstelle "Pro Seniorinnen und Senioren" habe der Kreis das Ehrenamt ganz gezielt gefördert. "Das Potenzial, das unsere Seniorinnen und Senioren mitbringen, ist enorm", bestätigt Elke Ricken-Melchert, Leiterin der Projektentwicklungs- und Forschungsstelle für Chancengleichheit im Kreishaus.

Auch die noch junge Initiative für Familie im Kreis Düren zeige, dass sehr viele Menschen sich einbringen, wenn entsprechende Impulse da sind. Das ist eine wichtige Erkenntnis für die Zukunft. Denn die Studie hat zudem ergeben, dass der Kreis Düren zu den 220 Gebietskörperschaften zählt, in denen die Bereitschaft der jungen Leute, ehrenamtlich anzupacken, eher schwach ausgeprägt ist. "Wir dürfen uns freuen, sollten aber auch die langfristige Entwicklung nicht aus den Augen verlieren", sieht Landrat Wolfgang Spelthahn die Studie als Bestätigung und Ansporn zugleich. Nun gelte es, Projekte zu definieren, in die sich junge Leute mit ihrer begrenzten Freizeit einbringen können.

Weitere Infos im WWW:
zukunftsfonds.amb-generali.de


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