Mitte 2009 soll die Internationale Kunstakademie fertig sein

Arbeiten an Burg Hengebach in Heimbach begonnen
Von Redaktion [03.01.2009, 17.20 Uhr]

Symbolischer Spatenstich an der Burg Hengenbach

Symbolischer Spatenstich an der Burg Hengenbach

Mit dem symbolischen Spatenstich begann jüngst der Umbau des seit Ende 2006 leerstehenden Gemäuers zur Internationalen Kunstakademie. Mitte 2009 soll die Burg Hengenbach in Heimbach bezogen werden können.

Vor einem Jahr hatten Initiator Landrat Wolfgang Spelthahn und Bürgermeister Bert Züll das Vorhaben dem Heimbacher Rat vorgestellt. Der hatte die Idee, die landesweit kleinste Stadt zum Magneten für Menschen mit einer künstlerisch-kreativen Ader zu machen, spontan einstimmig befürwortet. Exakt zwölf Monate später brachte der Landrat jetzt die Baugenehmigung mit.

Nun beginnt die Umsetzung des Leuchtturmprojektes, das Menschen von nah und fern in die Eifel führen soll. Neben dem blühenden Tagestourismus - Stichwort Nationalparkeifel - sollen dank der Akademie die Übernachtungszahlen sprießen, was letztlich gut für die gesamte Region wäre. "Die Menschen werden gottlob immer älter, haben mehr freie Zeit, in der sie kreativ sein wollen", prophezeite Landrat Wolfgang Spelthahn der Akademie eine Erfolgsgeschichte.

Das Planungskapitel wurde in rekordverdächtiger Zeit geschrieben, das der Umsetzung soll noch kürzer ausfallen. Bereits Mitte nächsten Jahres sollen renommierte Dozenten erste Kurse geben. Um das zu erreichen, wird weiter Hand in Hand gearbeitet, was beim Spatenstich unschwer zu erkennen war. Dank eines angeschraubten Querstils reichte ein Spaten für alle fünf: Landrat Wolfgang Spelthahn, Bürgermeister Züll, den Künstlerischen Leiter Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, Investor Andre Marcone und Architekt Peter Holdenried.

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Das Zielpublikum ist groß. Ob malen, zeichnen, modellieren, fotografieren oder filmen, ob Bildhauerei oder Performance - der Bogen wird weit gespannt, auch zeitlich wird auf viele Bedürfnisse Rücksicht genommen. In Salzburg, Bad Reichenhall und Trier stoßen Kunstakademien auf viel Resonanz, "doch das Potenzial in Deutschland ist noch lange nicht ausgeschöpft", berichtete Prof. Dr. Zehnder. "Im Rheinland gibt es noch kein derartiges Angebot.

Schlägt man um Heimbach einen Bogen mit einem Radius von 200 Kilometern so leben dort 23 Millionen Menschen", nannte der ehemalige Leiter des Rheinischen Landesmuseums in Bonn weitere Erfolgsfaktoren. Dennoch soll die Akademie langsam wachsen. 300 Kursteilnehmer erwartet man im ersten Jahr.

Wie der künstlerische Part, so liegt auch die Verwaltung der Akademie in versierten Händen. Franz-Josef Hellwig, ehemaliger Leiter des Kreis-Kulturamtes, zeichnet für die Administration verantwortlich. Rund zwei Millionen Euro soll der Umbau der Burg kosten. Finanziert wird er vom Kölner Investor Andre Marcone. "Wir sind seit 25 Jahren in diesem Geschäft und nun voller Erwartung, dieses Leuchtturmprojekt zu verwirklichen", sagte er. Nach den Plänen von Architekt Peter Holdenried wird die Burg passgenau umgebaut; Ateliers mit tollen Eifelblicken werden entstehen.

Vom derzeit ebenfalls leerstehenden Hotel Burghof aus wird Burg Hengebach über vier Aufzüge stufenweise erschlossen. So gelangt man barrierefrei bis in den letzten Dachgeschossraum. Von der Gesamtfläche der Burg von 2150 Quadratmetern sollen rund 1300 auf den Akademiebetrieb entfallen, der Rest wird privat genutzt. Mensa, Restaurant, eine Weinstube und einige behindertengerechte Gästezimmer runden das Raumprogramm ab."Das neue Leben wird der Burg gut tun", sprach der Architekt von "aktivem Erhalten". Das Wahrzeichen der Stadt Heimbach wird auch künftig größtenteils öffentlich zugänglich bleiben - das ist Programm. Besucher sind in der Akademie jederzeit willkommen, denn sie soll schließlich ein Ort der Kreativität, der Begegnung und des Austauschs und kein Elfenbeinturm sein.


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