Pflegekonzept in der Nachfolge Christi

Pfarre St. Gereon segnte neues Tagespflegehaus in Linnich ein
Von tee [16.12.2008, 08.59 Uhr]

Die Weichen für das Tagespflegehaus Linnich sind gestellt. Die Pfarre St. Gereon als Trägerin der geplanten Einrichtung lud jüngst zur feierlichen Einsegnung des alten Patrizierhauses an der Mahrstraße 67. 16 pflegebedürftige Senioren sollen ab 1. September 2009 dort Raum finden.

Architekt Josef Viethen Jun. erläutert die Pläne zum Tagespflegehaus der Pfarre St. Gereon in Linnich.

Architekt Josef Viethen Jun. erläutert die Pläne zum Tagespflegehaus der Pfarre St. Gereon in Linnich.

Die Stilmöbel und silbernen Kerzenleuchtern wichen am Tag nach der Einsegnung durch Pfarrer Jose Kallupilankal und Pfarrer Konrad Barisch von der Kirchengemeinde St. Gereon Trittleitern, Hammer und Meißel. Zielstrebig geht die Mannschaft von Bernd Bogert, Geschäftsführer des Christinenstifts und Haus Berg, ans Werk. In knapp vier Monaten wurde die Idee zur Konzeption und manifestierte sich am 16. Oktober im Kaufvertrag des Hauses. „Eine so schnelle Entscheidung hat es im Kirchenvorstand noch nie gegeben!“ zeigt sich Bogert dankbar und begeistert. Er wird zu den Einrichtungen in Brachelen künftig auch für die Linnicher Tagespflege Verantwortung tragen.

Dass er und seine Mitarbeiter dafür bestens gerüstet sind, hat er seit 21. November schriftlich: In Berlin nahmen Bogert und sein Kollege Gerd Palm den „Innvoationspreis für visionäre Führungsprojekte in der Alten- und Behindertenarbeit“ entgegen. Fürs Siegertreppchen gab es die stolze Summe von 5000 Euro. „Aus Tradition sind wir innovativ“ wortspielte der so Preisgekrönte und verwies damit gleichzeitig auf die über 80-jährige Erfahrung, auf die das Christinenstift zurückblicken kann. „Wir leisten solide Arbeit, das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können.“ Nicht der Profit stünde im Vordergrund, sondern die Nachfolge Christi.

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Folgerichtig kommt die neue Leiterin aus den eigenen Reihen: Claudia Fabry, seit über 20 Jahren Krankenschwester und derzeit Präsenzkraft im Christinenstift, übernimmt diese Aufgabe. Die 42-jährige beschrieb die Konzeption, die neben dem Betreuung und Veranstaltungen auch die Information der Angehörigen in den Mittelpunkt stellen wird. Im Tagespflegehaus soll ein Beratungszentrum seinen Sitz haben. „Wir werden eine sichere Anlaufstelle für Linnich“, ist sie überzeugt.

Damit sich dies räumlich verwirklichen lässt, hat Architekt Josef Viethen junior zum Zeichenstift gegriffen. Er erläuterte den Festgästen seine Pläne. Demnach wird das repräsentative Haupthaus erhalten bleiben – aber nicht als Eingang. Der Grund: Es ist nur über Stufen erreichbar und das ist für ein Pflegeheim ungeeignet. Das ehemalige angebaute Kutscherhaus wird einem Neubau weichen müssen, der dann den ebenerdigen Zugang über die Seitenstraße ermöglicht. Als Raumprogramm gehören etwa ein sonnendurchfluteter Aufenthaltsraum, ein Gymnastikraum und eine große Küche, in der gemeinsam gekocht werden kann, zu den Planungen.

Wenn alles nach Wunsch vonstatten geht, und die Baugenehmigung erwartungsgemäß in diesen Tagen eingeht, wird die erste Erde im Februar 2009 bewegt. Mit der Fertigstellung inklusive Erstbezug rechnet Bernd Bogert Anfang September 2009. Dann werden rund 420.000 Euro am Mahrweg verbaut sein und der „selbstlose Dienst am Nächsten“ durch die Verantwortlichen beginnen, für den Pfarrer Jose Kallupilankal die göttlichen Unterstützung erbeten hatte, damit das Haus ein Segen für die Menschen wird.


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