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Reiz der Vielfalt im Kreisjahrbuch
Von Redaktion [19.11.2008, 08.02 Uhr]

Das Kreisjahrbuch 2009 ist ab sofort im Handel. Auf knapp 200 Seiten bietet das reich bebil-derte Buch wieder Lesestoff satt. Zwei Dutzend Aufsätze enthält das jüngste Werk, das die Redaktionsmannschaft um Ludger Dowe und Bernd Hahne traditionell im November vorlegt.

Sogar an das bevorstehende Weihnachtsfest denken die Herausgeber: „Zum Preis von 9,50 Euro ist das Kreisjahrbuch ein Geschenk, mit dem man sich und anderen eine große Freude machen kann“, heißt es im Pressetext.

Schwerpunktgemeinde ist diesmal Hürtgenwald. Sechs Beiträge sind der Höhengemeinde gewidmet. Dabei wird der Bogen weit gespannt. Während Bürgermeister Axel Buch seine wald- und wasserreiche Kommune als bevorzugtes Wohngebiet vorstellt, beleuchtet Günther Hieke die Geschichte des Waldes als Wirtschaftsfaktor.

Neben Holz wird im Hürtgenwald auch hochwertiges Papier produziert. So hat die Firma Ren-ker, einziger Industriebetrieb im Kalltal, mit Zerkall-Bütten eine Weltmarke geschaffen. Die Ge-sichte des Eifelbaumes in Vossenack, den der ehemalige Beuys-Schüler Pater Laurentius Englisch geschaffen hat, erzählt Bruno Linzenich. Die 40-jährige Geschichte der Franziskaner in Vossenack passiert vor den Augen der Leser ebenso Revue wie die Erfolgsstory der Moto-Cross-Piloten des MSC Kleinhau.

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Den Reiz des Kreisjahrbuches macht seine thematische Vielfalt aus. Dabei wird häufig lange Vergangenes lebendig. So reist Achim Jaeger ins Düren des Jahres 1906 zurück, als nie-mand anderes als der legendäre Buffalo Bill mit seiner Wild-West-Show an der Rur gastierte. Zeitgenössische Reklame preist die „tollkühnsten Reiter der Welt“ an, wobei die „Arena des Abends durch drei elektrische Spezialsysteme taghell beleuchtet ist“.

An das tragische Schicksal des Flugpioniers Erich Brammen aus Inden erinnert Helmut Scheu-er. 1932 war der junge Mann in China bei einem Unglück ums Leben gekommen, wo er als Fluglehrer fürs Militär arbeitete. Welches Leid die Menschen an der Rur im 30-jährigen Krieg erlitten haben, schildert Peter Staatz. „Wer das liest, sieht unsere Welt mit anderen Augen“, berichtet Historiker Bernd Hahne.

Doch das Buch widmet sich auch erfreulicheren Themen: etwa der Landesgartenschau 1998 in Jülich oder der EuRegionale 2008. Abgerundet wird das Werk traditionell durch den Rückblick auf die wesentlichen Ereignisse aus den 15 Städten und Gemeinden sowie die Chronik des Kreises Düren. „Das Buch bietet einmal mehr reichlich spannenden Lesestoff“, empfiehlt Landrat Wolfgang Spelthahn die lehrreiche und kurzweilige Lektüre für lange Winterabende. Erhältlich ist es im Buchhandel sowie im Hürtgenwalder Rathaus und im Kreishaus Düren.


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