Kreis-Championscup: Drei Teams gleichauf

Ein Fußballstadion "für alle" im Kreis Düren?
Von Redaktion [17.11.2008, 08.39 Uhr]

Die Lokalduelle der vier Fußball-Mittelrheinligisten sind von noch größerer Bedeutung, weil der Kreis Düren erstmals den Kreis-Champions-Cup aussetzt. Landrat Wolfgang Spelthahn stellte das Konzept zur Förderung des Fußballs im Kreishaus vor.

Die Lokalduelle der vier Fußball-Mittelrheinligisten sind von noch größerer Bedeutung, weil der Kreis Düren erstmals den Kreis-Champions-Cup aussetzt. Landrat Wolfgang Spelthahn stellte das Konzept zur Förderung des Fußballs im Kreishaus vor.

In der Fußball-Mittelrheinliga standen am zwölften Spieltag zwei Lokalderbys mit Beteiligung von Teams aus dem Kreis Düren auf dem Programm: Germania Lich-Steinstraß unterlag dem GFC Düren 1:4, während der FC Niederau gegen Borussia Freialdenhoven eine 2:4-Heimschlappe kassierte. Damit ergibt sich im Wettbewerb um den mit 5000 Euro dotierten Kreis-Championscup ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

In die Wertung, in die nur die Lokalkämpfe der vier klassenhöchsten Teams aus dem Kreis Düren einfließen, liegen drei Mannschaften mit je sechs Punkten gleichauf, so dass sich die Rangfolge aus dem Torverhältnis ergibt. So führt Lich-Steinstraß (9:4 Tore) die Wertung vor dem GFC (6:3) und Freialdenhoven (6:5) an. Der FC Niederau konnte in seinen ebenfalls drei Derbys bislang noch nicht punkten. Der nächste Lokalkampf findet am 14. Dezember statt; Freialdenhoven und Lich-Steinstraß stehen sich dann gegenüber.

Landrat Wolfgang Spelthahn hatte den Kreis-Championscup ins Leben gerufen, um die Spit-zenteams und den Breitensport zu fördern. Insgesamt wurden 10.000 Euro Preisgeld ausge-lobt. Für die vier Mittelrheinliga-Mannschaften ist ein Aufstieg in die NRW-Liga derzeit nicht möglich, da es derzeit im Kreis Düren kein den Anforderungen entsprechendes Fußballstadion gibt. Das möchte Landrat Wolfgang Spelthahn ändern. Über das Problem einer geeigneten Spielstätte für die vierte Liga will er in Kürze mit Dürens Bürgermeister Paul Larue sprechen. „Das kann natürlich nur ein Stadion für alle sein. Das Konzept muss sehr sorgfältig erarbeitet werden“, so der Landrat.

Der Kreis Düren fördert den Fußballsport in dieser Saison mit 10.000 Euro. Mit der einen Hälf-te des Geldes ist der Kreis-Champions-Cup dotiert, um den die vier Mittelrhein-Ligisten aus dem Kreis Düren spielen. Die andere Hälfte fließt am Ende der laufenden Saison den besten Teams aus dem Kreis Düren in den darunter angesiedelten Ligen zu. „Dies ist ein Zeichen unserer Wertschätzung des Fußballsports“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, als er das Förderprogramm jetzt im Kreishaus vorstellte.

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Anwesend waren dabei Vertreter der vier klassenhöchsten Vereine. Borussia Freialdenho-ven, FC Düren-Niederau, GFC Düren sowie Germania Lich-Steinstraß kämpfen 2008/09 um den neuen Cup. Der Sieger erhält 2500, der Zweite 1250 Euro, die Plätze 3 und 4 werden mit 750 und 500 Euro belohnt. Der Preis wird allerdings nicht in einem eigenen Turnier ausge-spielt; vielmehr ergibt sich die Rangfolge aus den zwölf Lokalkämpfen, die die vier Teams im Laufe der Meisterschaft austragen. So gibt es ab sofort eine doppelte Buchführung: Neben der Mittelrhein-Tabelle wird die des Kreis-Champions-Cups geführt. „Damit erhalten die Der-bys einen zusätzlichen Reiz“, erläuterte der Landrat, Schirmherr des neuen Wettbewerbs. Nach dem fünften Spieltag führt Lich-Steinstraß die Cup-Wertung mit zwei Siegen an.

Manfred Schultze, Vorsitzender des Fußballkreises Düren, begrüßte die neue Förderung, die dem Leistungs- und dem Breitensport gilt. So dürfen sich die Meister in den fünf C- und drei B-Ligen sowie der Sieger der A-Kreisliga nach der Saison über Zuschüsse von je 200, 300 und 500 Euro freuen. Die am Saisonende bestplatzierte Mannschaft aus dem Kreis Düren in der Bezirks- und Landesliga erhält 600 bzw. 1000 Euro. Weitere 1000 Euro fließen nach Vor-schlag des Fußballkreises auch der herausragenden Damen-Mannschaft aus dem Kreisgebiet zu. „Fußball ist die größte Jugendbewegung Deutschlands. In den Vereinen lernen die Kinder und Jugendlichen Grundlegendes über das Miteinander in der Gesellschaft“, unterstrich der Landrat den Zusatznutzen des Sports.

Mit der Mittelrheinliga haben die besten Fußball-Teams aus dem Kreis Düren derzeit das En-de der Fahnenstange erreicht. Der Aufstieg in die NRW-Liga kommt für sie nicht in Frage, da der Fußballverband dann Ansprüche an die Infrastruktur stellt, die derzeit keiner der Amateur-vereine an der Rur erfüllen kann. „Das ist sehr bedauerlich, denn rein sportlich gibt es in unse-rem Kreis sicher das Potenzial für eine Mannschaft in der dritten Liga“, glaubt Landrat Wolfgang Spelthahn. Über das Problem einer geeigneten Spielstätte für die vierte Liga will er in Kürze mit Dürens Bürgermeister Paul Larue sprechen. „Das kann natürlich nur ein Stadion für alle sein. Das Konzept muss sehr sorgfältig erarbeitet werden“, so der Landrat.

Bei einem Gastspiel des FC Bayern München im Kreis Düren werden die vier Teams im kommenden Jahr an einem Strang ziehen. Spelthahn: „Der Trainer unseres Champions-Cup-Gewinners wird dann Chef unserer Kreisauswahl sein, die gegen die Bayern spielt.“ Das Gastspiel hatte der FCB-Fanclub aus dem Kreis Düren gewonnen, als er in einem Wettbe-werb die meisten neuen Vereinsmitglieder geworben hatte.


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