DKB feiert 100. Geburtstag

Bald mehr Bürgerbusse im Kreis Düren?
Von Redaktion [19.09.2008, 17.47 Uhr]

DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke (l.) und Guido Emunds (r.) assistieren Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.l.) und NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke beim Anschneiden der Jubiläumstorte.

DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke (l.) und Guido Emunds (r.) assistieren Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.l.) und NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke beim Anschneiden der Jubiläumstorte.

Die Dürener Kreisbahn (DKB) feiert ihren 100. Geburtstag. Prominentester Gast der Feier-stunde auf ihrem Betriebssitz an der Kölner Landstraße war am Freitagmittag NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke. Natürlich war er nicht mit leeren Händen nach Düren gekom-men. Doch sein eigentliches Geschenk überbrachte er in Form eines Angebots.

„Selbst wenn der öffentliche Personennahverkehr im ländlichen Raum so vorbildlich funktioniert wie im Kreis Düren, bis in den letzten Winkel können die Busse nicht fahren. Deshalb biete ich Ihnen an: In Heimbach fährt bereits ein Bürgerbus, der mit bürgerschaftlichem Engagement betrieben wird. Stoßen Sie weitere solcher Initiativen an, die bis in die Kapillargefäße des ländlichen Raums reichen. Wir leisten dann Hilfestellung bei der Fahrzeugbeschaffung und beim Betrieb der Busse.“

Ein Mann, ein Wort. Doch dieses Angebot Wittkes war nur konsequent. „Der Rhein-Ruhr-Express, der über Düren bis Aachen durchgebunden wird, ist ein großes System, das aus der Fläche gespeist werden muss“, hatte der Minister die Ballungsgebiete an Rhein und Ruhr in einem Atemzug mit dem ländlichen Raum genannt und beides als Einheit betrachtet. Und noch etwas lässt sein Angebot als Gebot der Stunde erscheinen: „In zehn Jahren werden wir 30 Prozent mehr Verkehr in NRW haben – die Straße allein wäre mit diesem Wachstum überfordert. Wir brauchen einen leistungsfähigen ÖPNV im bevölkerungsreichsten Bundesland NRWs.“

An die Adresse des Bundes sagte Wittke, es müsse dort investiert werden, wo der Bedarf ist und nicht dort, wo man Verkehr gerne hin hätte. Dem Jubilar wünschte Minister Wittke unfallfreie Fahrt und weiterhin gute wirtschaftliche Entwicklung, kurz „Glück auf!“.

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Vor der hochkarätigen Festgesellschaft blickte Landrat Wolfang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsit-zender der DKB, bis ins Jahr 1908 zurück. Für zehn Pfennig gab es zu Kaisers Zeiten eine DKB-Fahrkarte zu kaufen. Der Landrat skizzierte die erfolgreiche Entwicklung des kommunalen Unternehmens und dankte dann allen Mitarbeitern, insbesondere den derzeit 170 Beschäftig-ten. „Mit Ihrer Verlässlichkeit und Freundlichkeit sind Sie das Kapital der DKB.“ Auch der Ge-schäftsführung und dem Aufsichtsrat („Parteipolitisches ist immer außen vor geblieben“) dank-te er für ihre Beiträge zur Erfolgsgeschichte der DKB.

Zugleich richtete er den Blick nach vorn. Als große Herausforderung bezeichnete er die Zu-kunftsfähigkeit des ländlichen Raumes, der gegenüber den Ballungsräumen nicht ins Hintertref-fen geraten dürfe. Für eine immer älter werdende Gesellschaft müsse Mobilität auch auf dem Land gewährleistet bleiben. Landrat Wolfgang Spelthahn: „Doch wir können den kommenden Herausforderungen gelassen entgegen sehen, denn die Rückschau belegt: Wir sind gut auf-gestellt. Das ist ein Signal, dass wir fit für die nächsten 100 Jahre sind.“

DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke freute sich, dass sein Unternehmen „nullt“. „Das ist heute nicht mehr selbstverständlich.“ Doch auch er sieht künftigen Herausforderungen zuversichtlich entgegen: „Wenn wir wissen wollen, ob wir auf dem richtigen Weg sind, sollten wir unsere Fahrgäste fragen


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