Alzheimer-Aktionstage

In Düren das Vergessen auslachen
Von Redaktion [17.09.2008, 07.25 Uhr]

Zum Auftakt der Alzheimertage im Kreis Düren begrüßte Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn zahlreiche Gäste im Kreishaus.

Zum Auftakt der Alzheimertage im Kreis Düren begrüßte Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn zahlreiche Gäste im Kreishaus.

Die Alzheimertage im Kreis Düren unter dem Motto „nur nicht vergessen“ wurden in der letzen Woche mit einer äußerst gelungenen Mischung von Vorträgen offiziell eröffnet. Schirmherr der Veranstaltungsreihe, Landrat Wolfgang Spelthahn, wies auf die Dimension dieses gesellschaftlich immer wichtiger werdenden Themas hin: „Allein im Kreis Düren sind 3600 Betroffene zu verzeichnen - Tendenz stark steigend.“

Die ISaR (Interessengemeinschaft Seniorenarbeit im Raum Düren-Jülich) und dort speziell die Themengruppe Demenz hat gemeinsam mit den Kooperationspartnern Alzheimer Gesellschaft Kreis Düren e.V. und dem Demenz-Servicezentrum für die Region Aachen/Eifel das Programm für den elftägigen Veranstaltungsreigen zusammengestellt.

Während der Auftaktveranstaltung im Kreishaus informierte Horst Gaubatz, BEK, die zahlreichen Besucher über die Neuerungen in der Pflegeversicherung. Er löste das doch sehr kom-plexe und trockene in seine wichtigsten Bestandteile auf und brachte es dem Podium verständlich näher. Seien es Probleme bei der Antragsstellung von Pflegegeld, die verkürzten Fristen bei der Bearbeitung von Anträgen oder der Hinweis, dass man selbst ohne Pflegestu-fe in bestimmten Fällen Unterstützung von der Pflegekasse erhält.

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Unter dem Motto „Das kann ja heiter werden“ referierte Dr. Klaus Maria Perrar, 1. Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Düren e.V., mit viel Humor und einem latenten Hang zur Selbstironie über Humor in der Begleitung von Menschen mit Demenz. An Hand vieler Beispiele aus seinem beruflichen Alltag, unterfüttert mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema Humor, brachte er den sichtlich amüsierten Zuhörern das Lachen näher und prägte die Einsicht: „Lachen kann Leid lindern, denn Humor ist eine Trotzmacht.“

Monika Paillon, Autorin und Mitarbeiterin der Seniorenresidenz Burg Binsfeld, brachte die Zu-hörer mit Pantomime, Wortspielen und einem Lied noch einmal richtig in Schwung. Unter dem Motto "Mit Sprache erinnern" setzt sie diese Techniken bei der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen ein, um diese geistig und körperlich zu fördern. Ihr Credo: „Vor dem 100. Geburtstag legt bei uns niemand die Hände in den Schoß“.

Die Alzheimertage dauern bis zum 24. September. Informationen zum Programm der nächsten Tage findet man unter www.dueren.alzheimertage.de .


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