Tolle Stimmung trägt Triathleten zum Sieg

Prochnow und Leder holen Gesamtsieg beim 1. indeland-Triathlon
Von Redaktion [16.09.2008, 11.27 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn gibt den Startschuss zum 1. indeland-Triathlon

Landrat Wolfgang Spelthahn gibt den Startschuss zum 1. indeland-Triathlon

„Das waren die besten Landesmeisterschaften, die ich je erlebt habe“, brachte es Christian Prochnow (Tri Team Witten), Sieger des 1. indeland-Triathlons in der Olympischen Kurzdistanz und 2008 Olympia 15ter in der gleichen Distanz, am Sonntag 14.09.2008, auf den Punkt. Diesen Gesamteindruck hatte auch Nicole Leder, Siegerin in der offenen Gesamtwertung. Leder schaffte die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad fahren und 10 Kilometer laufen in 2:19:04 Stunden. Prochnow benötigte 1:56:28 Stunden, was gleichzeitig auch den NRW-Titel bedeutete. Bei den Frauen holte die für den PV Triathlon Witten angetretene Nicole Schnelle den Titel in 2:24:09 Stunden. Das war auch der 2. Platz in der offenen Gesamtwertung.

Am Sonntagmorgen waren die ersten der rund 400 ehrenamtlichen Helfer bereits um 7:00 Uhr auf den Beinen, um den internationalen Topathleten, aber auch den regionalen und überregionalen Freizeitsportlern, das sportliche Spitzen-Event im Rahmen der EuRegionale 2008 bieten zu können – eine Neuauflage ist bereits angedacht. Über 20.000 Besucher genossen sichtlich die Stimmung bei den 1.200 Athleten. Aber auch der strahlend blaue Himmel bewies, dass indeland mit seinen Organisatoren offensichtlich das Glück verdient hatte.

„Wer so viel leistet, muss ausdrücklich belohnt und gelobt werden“, so Landrat Wolfgang Spelthahn in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH abschließend. Die veranstaltende GmbH zeigt sich nach Abschluss der Veranstaltung hoch zufrieden mit dem Ergebnis. „Alle Ziele konnten erreicht werden“, so indeland-Geschäftsführer Hans Martin Steins, „sowohl was die Zuschauerzahlen betrifft, als auch die Anmelderzahlen“.

Zwei Anforderungsprofile wurden angeboten: einen Volkstriathlon mit 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad fahren und 5 Kilometer Laufen oder die Olympische Kurzdistanz. Staffeln konnten über beide Distanzen antreten. Der Kurs führte vom Blaustein-See rund um den Tagebau Inden und endete mit einem Lauf-Rundkurs in Aldenhoven.

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Bei den  Frauen siegten  (v.l.n.r.): Nicole Schnelle (PV Triathlon Witten), Nicole Leder, Cornelia Dauben (Tri Team Sprockhövel), bei den Herren Christian Weimer (Ejot Team Buschhütten), Christina Prochnow und Matthias Zöll , beide (Tri Team Witten)

Bei den Frauen siegten (v.l.n.r.): Nicole Schnelle (PV Triathlon Witten), Nicole Leder, Cornelia Dauben (Tri Team Sprockhövel), bei den Herren Christian Weimer (Ejot Team Buschhütten), Christina Prochnow und Matthias Zöll , beide (Tri Team Witten)

Mit ihrem indelandtri-Team konnten die indeländer triumphieren. Ex-Rad-Spitzensportler Marcel Wüst holte gemeinsam mit den Sportlern des Jahres 2007 des Kreises Düren, Maren Roeb (Schwimmen) und Jörg Schieferdecker (Laufen), in 2:03:52 Stunden den Staffel-Erfolg nach Hause. Wüst blieb unter der magischen Stunde bei seinem 40 Kilometer Rundkurs um den Tagebau Inden. „Dennoch konnte ich von der einzigartigen Kulisse einiges mitbekommen.“ Das Team kündigte an, auch beim 2. indeland-Triathlon mit von der Partie zu sein. Schieferdecker: „Bei der Stimmung am Wegesrand und im Zieleinlauf ist das eine Verpflichtung.“ Dass Stefan Paschke, härtester Konkurrent mit seinem Dürener Team, von einem Streckenposten fehlgeleitet wurde, führte zwar anschließend zu einer Beschwerde, dennoch aber zum 3.ten Platz. Eine Revanche wurde angekündigt.

Nicht nur im Zielbereich Aldenhoven, dass eigens ein Stadtfest organisierte, verfolgten die Besucher den 1. indeland-Triathlon, sondern morgens ab 11:00 Uhr auch am Blaustein-See, als sich die Sportler in die kalten Fluten stürzten. Allein hierher kamen über 4.000 Besucher, um zu beobachten, wie die Triathleten ihr Erholungs-Kleinod durchpflügten. Die neue Seebühne sorgte dabei für eine reizvolle Kulisse. Der Zuschauer Hans-Peter Müller aus Eschweiler freute sich über das Event vor seiner Haustür: „Wunderbar, dass unser Blaustein-See auf diese Weise genutzt wird.“ Die Tribüne wurde zur Wechselzone für die Spitzenathleten umfunktioniert. In den anderen Bereichen standen Tourenräder neben Rennmaschinen der Freizeitathleten einträchtig nebeneinander; ein Tourenrad nannte gar einen Gepäckkorb sein Eigen. Im indeland treffen Breitensport und Spitzensport zusammen. So ließen es dann auch einige eher gemächlich angehen. Ankommen, das war das Ziel.

Unter diesen war der mit 80 Jahren älteste Teilnehmer Hermann Josef Krammer aus Aldenhoven, ehemals im Steinkohlenbergbau beschäftigt. Mit seiner Teilnahme als Freizeitsportler bei der Volksdistanz stand er sinnbildlich für den Wandel der indeland-Region hin zum Tourismus: „Den Wandel habe ich gut verkraftet, wie man sieht“, sagte er gut gelaunt nach seinem Zieldurchlauf. Der Eschweiler Ulrich Kotzeck war ebenfalls gut bei Puste nach dem Zieleinlauf und zeigte sich besonders angetan darüber, nun auch Aldenhoven kennen gelernt zu haben, „obwohl das doch eigentlich um die Ecke ist“. Der Gemeinde hätte er gar nicht zugetraut, eine derartige Stimmung hinzubekommen: „Da zeigt sich, dass wir gemeinsam als indeländer offensichtlich eine starke Gemeinschaft sind.“ Dass er ohne Training dann auch noch eine gute Zeit hinlegte, machte ihn dann umso glücklicher.

Alle Ergebnisse stellen wir auf der Internetseite www.indeland-triathlon.de
zur Verfügung.


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