Herbstausstellung in der Alten Weberei

Rödingen zeigt „einsame Kunstgeschäfte“ dreier Künstlerpaare
Von Redaktion [10.09.2008, 09.30 Uhr]

Die Galerie Alte Weberei Rödingen lädt zu ihrer Herbstausstellung unter dem Motto: „Die Bildende Kunst - ein einsames Geschäft?“, zitiert nach dem österreichischen Künstler Gottfried Helnwein ein. Es werden drei Ehepaare vorgestellt, die allein und/oder gemeinsam Kunst machen. ??Anne Blass und Manfred Greulich-Blass, Alsdorf, sind beide Sammler. Ein wesentliches Element ihrer Arbeiten ist das Objekt trouve.??Während er seine Fundstücke intensiv bearbeitet, kraftvoll oder auch sensibel, kombiniert sie zum Beispiel altes Holz oder rostiges Metall mit bemaltem, gefusten Glas, das an einigen ihrer Objekte mit Halogenlicht zum Leuchten gebracht wird. Beide verbinden Neu und Alt und lassen Neues entstehen, wobei die Vergänglichkeit der Zeit sichtbar wird. ??

??Elisabeth Busch-Holitschke zeigt ihre Installation „Stühle“. Fast in jeder Familie sind die Stammplätze am Tisch verteilt. Bei Abwesenheit eines Menschen übernimmt der Stuhl oft die Platzhalterrolle. Die Künstlerin gibt ihren Stühlen aus Nesselstoff, gefüllt mit Watte, unterschiedliche Charaktere. ??

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Manche sind bodenständig, andere wirken schwankend und launisch. In ihrer Installation werden die Stühle zu Stellvertretern für das, was Menschen verbindet oder trennt. Bei den Arbeiten, die Jürgen Holitschke zeigt, dreht sich alles ums Fahrrad. Aufgeschnittene Fahrradschläuche wickelt er um einzelne Fahrradteile.??Das Schlauchmaterial verfremdet durch Spannung und Weichheit den Gegenstand, so dass etwas Neues entsteht.??

??Eva-Maria und Heinz Gebauer aus Jülich-Merzenhausen arbeiten zwar gemeinsam in einem großen Atelier, machen aber sehr unterschiedliche Arbeit. Sie schafft mit dem Zeichenstift oder mit feinstem Pinsel zartfarbige Fabelwesen, die sie selbst erfindet und bis ins winzigste Detail so gestaltet, dass sie durchaus lebensfähig wären. Vorbilder findet sie in Fundstücken, in Baumrinden, überall in der Natur. ??Heinz Gebauer benutzt ebenfalls Fundstücke, jedoch nicht als Vorlage. Er bettet sie in seine Bilder ein. Auch er verbindet in seinen Motiven Gegenständliches mit Unwirklichem, aber er arbeitet in kräftigen Farben und temperamentvollen, raumgreifenden Gesten.??

Die Rödinger Ausstellung ist geöffnet am 13., 14., 20. und 21. September, jeweils von 15 bis 19 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 02463/ 5919.


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