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Elefant, Tiger & Co: Zoos in NRW
Von Redaktion [18.07.2008, 08.45 Uhr]

Nordrhein-Westfalen verfügt mit elf wissenschaftlich geführten Zoologischen Gärten über die weltweit höchste Zoodichte auf engem Raum. Dass das Bundesland aber nicht nur mit Masse, sondern auch mit Klasse besticht, belegt der "Zoo-Test" des Stern, bei dem alle sechs gesichteten großen NRW-Tierparks in Wuppertal, Münster, Krefeld, Dortmund, Duisburg und Köln als "sehenswert" oder "lohnend" eingestuft worden sind.

Und mit den Tierparks in Rheine, Bochum und Gelsenkirchen wurden auch in der Kategorie "Kleine Zoos" Landesvertreter mit diesen Bewertungen versehen. NRW-Tournews gibt einen Überblick über diese "tierisch beliebten" Ausflugsziele ˆ denn statistisch gesehen besucht jeder dritte Einwohner des Bundeslandes jährlich einen Zoologischen Garten.

Beim Wuppertaler Zoo ist schon die Anreise einzigartig: Als einziger Tierpark Deutschlands verfügt er über eine Schwebebahnanbindung. Auf der 128 Jahre alten Anlage, die beim Stern-Test übrigens auf Platz drei landete, ist im vergangenen Jahr das größte jemals in einem deutschen Zoo gebaute Löwengehege eröffnet worden. Zurzeit wird an einem neuen Heim für die Königspinguine gebaut, in NRW ist diese Pinguinart nur in Wuppertal zu sehen (www.zoo-wuppertal.de, Info-Tel: 0202/563-5666).

Der Zoo Köln blickt auf eine noch längere Tradition zurück: Mit seinen 148 Jahren ist er der Drittälteste in Deutschland und zugleich einer der Größten: Mehr als 500 Tierarten aus allen Kontinenten und Weltmeeren leben mitten in der Domstadt. Großen Raum nehmen die Elefanten ein: Auf zwei Hektar, das sind zehn Prozent der Gesamtfläche, können die Dickhäuter spazieren gehen. Am 16. August lädt der Zoo zusammen mit der Flora zur elften Sommernacht ein. Neben den funkelnden Augen der nachtaktiven Tiere erwartet die Besucher dann ein Rahmenprogramm mit Gauklern, Märchenwesen und einer besonderen Beleuchtung (www.zoo-koeln.de, Tel: 01805/280101, 14 Cent/Min aus dem deutschen Festnetz). Eine Woche später wird im Duisburger Zoo die Nacht zum Tag gemacht: Unter dem Motto "La Noche latina" können Besucher am 23. August zwischen 19 und ein Uhr Tiere in mystischer Beleuchtung, lateinamerikanische Musik und Tanz erleben. Auch abgesehen davon geht es im Zoo oft quirlig zu: Im größten Delfinarium Deutschlands zeigt eine Gruppe "Großer Tümmler" in täglichen Vorführungen ihre Kunststücke (www.zoo-duisburg.de).

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In Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen hält das Ruhrgebiet für Zoobesucher drei weitere Ziele bereit: Der Bochumer Tierpark mit angegliedertem Fossilium gewährt Einblicke in die Evolution: Denn die heutigen Artgenossen zahlreicher Fossilien sind gleich nebenan in einem der Aquarien- und Terrarienhäuser zu sehen. Ein Highlight sind die "Nordseewelten" mit dem großen Seehundbecken, das Besucher etwa von einer Brücke aus einsehen können (www.tierpark-bochum.de). Das Erscheinungsbild des Dortmunder Zoos ist weniger von Wasser geprägt: Eingebettet in ein 28 Hektar großes Gelände, welches dereinst zu den Rombergschen Parkanlagen gehörte, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt wurden, präsentiert der Zoo seinen Tierbestand mit mehr als 240 Arten vor grüner Kulisse (www.dortmund.de/zoo).

Ohne sichtbare Gehegegrenzen begegnen sich Mensch und Tier in der "Zoom Erlebniswelt" in Gelsenkirchen. Auge in Auge können Besucher etwa dem Kodiakbären, dem größten Landraubtier der Erde, gegenüberstehen oder Seelöwen vom Unterwasserglastunnel aus beobachten. Mit Alaska und Afrika sind zwei Erlebniswelten im jüngsten Zoo NRWs komplett fertig gestellt, "Asien" befindet sich zurzeit im Bau und soll im Frühjahr 2009 eröffnet werden. In einem Dschungel sollen Besucher dann zum Beispiel durch die Baumwipfel streifen und die Reviere der Orang Utans kennen lernen können (www.zoom-erlebniswelt.de, Tel: 0209/95450).

Pinguine lassen sich im Allwetterzoo Münster auf ihrer Fitness-Tour begleiten, die sie im Sommerhalbjahr täglich auf den Besucherwegen absolvieren. Auch Nashörner und Erdmännchen haben jetzt mehr Platz für ihre Fitnessübungen. Die großflächig überdachte "Nashornlodge" bietet einen wetterfesten Beobachtungsplatz dafür. Wie der Name des Zoos bereits sagt, sind Besucher auch sonst regensicher unterwegs. Dafür sorgen überdachte Wege, die die Tierhäuser verbinden (www.allwetterzoo.de, Tel: 0251/89040). Nachwuchs bei den Spitzmaul-Nashörnern konnte der Krefelder Zoo im Mai vermelden: Der kleine Bulle mit Namen "Thabo" kann täglich von acht bis 18 Uhr besucht werden. Außerdem gehören südamerikanische Tierarten wie Ameisenbären, Wasserschweinen und Waldhunde zu den Schwerpunkten des Zoos (www.zookrefeld.de, Tel: 02151/95520).

Fast freilebende Berberaffen begegnen Besuchern im Naturzoo Rheine. Im ersten Affenwald Deutschlands stehen sich Mensch und Makak direkt gegenüber. Auch in anderen Lebensräumen wie dem Storchreservat, in dem über 60 Weißstörche zu Hause sind, oder in der Feuchtbiotopvoliere, in der Reiher, Ibisse und Löffler zwischen Sumpfpflanzen nach Nahrung suchen, erleben Besucher die Tiere hautnah (www.naturzoo.de, Tel: 05971/161480).

Zum Schluss ein Tipp für Zoofreunde, die rund um die Uhr die Möglichkeit zum Besuch bei Wald- und Wildtieren haben möchten: Der Bielefelder Heimat-Tierpark Olderdissen ist 24 Stunden geöffnet. Über 430 Tiere in 100 verschiedenen Arten, darunter Wisente, Wölfe und Wildkatzen, können Tag und Nacht beobachtet werden (www.heimat-tierpark-olderdissen.de, 0521/512956).


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