Alphörner vor imposanter Tagebau-Kulisse

Schichtwechsel mit Festival-Stimmung am Tagebau
Von Redaktion [14.07.2008, 19.21 Uhr]

Hörnerklang in den "indeländer-Alpen"

Hörnerklang in den "indeländer-Alpen"

Die Kulisse des Tagebaus Inden ist für sich genommen imposant, wenn Alphörner dann noch zum Schichtwechsel blasen, wird es außergewöhnlich. indeland zeigte mit „Schichtwechsel“ was alles am und mit dem Tagebau im Rahmen der EuRegionale 2008 möglich ist.

Der Strom an Neugierigen wollte gar nicht abreißen. Rund 2.000 Kultur und Tagebaubegeisterte nahmen die Rheinbraun Abraumkante des Tagebaus Inden in Besitz, schlenderten von Bühne zu Bühne und ließen sich am Aussichtspunkt zum Tagebau neben einem Miniaturmodell des großen Indemanns nieder. Eine einmalige Stimmung entwickelte sich, die nicht nur den Veranstaltern der Entwicklungsgesellschaft indeland, Hans Martin Steins, der Gemeinde Inden, Bürgermeister Ulrich Schuster, und dem Chef des Tagebaus, Arthur Oster, ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Das Konzept, hier einen Kulturabend durchzuführen, war aufgegangen.

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Da bliesen AlpCologne zum Schichtwechsel statt zum Almabtrieb der Kuhherden. Drei Alphornspieler präsentierten den verdutzten Zuschauern, dass man mit vier Meter langen Alphörnern nicht nur traditionelle Alpenhornmusik spielen kann. Bevor sich der Hörer aber im vollen, warmen Klang der vier Meter langen Instrumente verlor, ertönte Ska, Mambo oder Tango. Die Kombination mit der Vokalistin Victoria Riccio begeisterte dann vollends das Publikum.

Das viel erwartete Highlight begann erst bei Dämmerung. Die Trommler von Wadokyo Taiko versetzte alle in Staunen, welch wummernde Beats auf japanischen Trommeln möglich sind. Die waren wahrscheinlich bis weit in den Tagebau hinein zu hören. Im Hintergrund waren die Braunkohlenbagger hell erleuchtet. Und so blieben manche Besucher des Abends auf dem Heimweg am Tagebau entlang stehen und sogen die einmalige Atmosphäre in sich auf.


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