Ein ungetrübtes Vergnügen: Baden in NRW
Von Redaktion [03.07.2008, 08.14 Uhr]

Landauf, landab sind Badenixen und Wassermänner in NRW eingeladen, in den Sommermonaten ins kühle Nass zu springen. Insgesamt 73 Seen mit 89 Stränden laden zum Plantschen und Schwimmen ein. Eines vorneweg: Sie können dies ruhigen Gewissens tun, denn die Badegewässer sind in Nordrhein-Westfalen zumeist von ausgezeichneter Qualität. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, kann sich beim NRW-Umweltministerium die aktuelle Badegewässerkarte besorgen (Tel.: 0211/4566-666, auch als Download unter www.umwelt.nrw.de).

Beginnen wollen wir nicht mit Palmen und weißem Sandstrand (davon gibt es in NRW reichlich), sondern mit einem Bad vor imposanter Industriekulisse: Das Werksschwimmbad auf der Kokerei Zollverein in Essen befindet sich an den Öfen der Kokerei, in der früher höchstens einmal das Löschwasser spritzte. Das Becken besteht aus zwei von Künstlern zusammengeschweißten Überseecontainern; Sonnendecks aus Holz bilden die Liegefläche. Bis zum 10. August hat das ungewöhnliche Bad geöffnet; der Eintritt ist frei (www.kokereizollverein.de).

Kein anderes Bundesland hat so viele Talsperren wie NRW. Viele davon werden intensiv als Naherholungsgebiet genutzt. Der Möhnesee im Sauerland etwa ist als "Badewanne des Ruhrgebiets" bekannt. An dem über zehn Quadratkilometer großen See lädt das Strandbad "Uferlos" in Wamel mit 1.700 Tonnen feinem Sand zum Südsee-Kurzurlaub ein. Besucher können ihre Cocktails im Strandkorb oder in der "Bambus Lounge" genießen (www.uferlos-moehnesee.de). An der Glörtalsperre südlich von Hagen ist der Badebereich in verschiedene Strandabschnitte aufgeteilt - in einem abgetrennten Extrabereich können sich Hunde und Herrchen gegenseitig den Rücken eincremen (www.rvr-online.de).

In der Aggertalsperre zwischen Gummersbach und Bergneustadt im Bergischen Land können Aktive im Naturfreibad "Bruch" am Vorstaubecken schwimmen, aber im Stausee auch hervorragend tauchen. Mit einer Lampe können Taucher mitunter bis zum 45 Meter tiefen Grund leuchten - und die Ruinen einiger Gebäude erkunden. Immerhin 20 Gehöfte mussten beim Bau der Talsperre dem Wasser weichen (Tel.: 02266/463377, www.naturarena.de). Der Strand alleine umfasst rund 10.000 Quadratmeter, der Halterner Stausee selber ist noch einmal doppelt so groß: Egal, ob Relaxen am Natursandstrand oder Tummeln im Nass: Platz gibt's genug (www.seebad-haltern.de).

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Wer an einem der vielen Talsperren einen erholsamen Kurzurlaub verbringen möchte, kann sich in einer am See gelegenen Jugendherberge einquartieren. Entsprechende Häuser finden sich unter anderem am Biggesee, am Görsee, in Haltern, am Möhnesee und am Sorpesee (Tel.: 02331/95140, www.djh-wl.de).

Der Feldmarksee in Sassenberg eignet sich mit seinem Strandbad nicht nur für gemütliches Schwimmen: Jeweils am ersten Sonntag im August ist er Schauplatz einer der größten Triathlon-Veranstaltungen in NRW, bei der sich über 1.000 Teilnehmer ins Wasser stürzen (www.sassenberg.de).

Auch in Seen, deren Entstehung der Rohstoffgewinnung zu verdanken ist, kann gebadet werden. In Haltern befindet sich der Silbersee II, der durch Quarzsandgewinnung entstanden ist. In einer Flachwasserzone können Kinder wunderbar plantschen (Stadtagentur Haltern am See, Tel.: 02364/933-366, www.haltern-am-see.de). Ein Sonnenbad in einem renaturierten Kalk-Steinbruch ist im münsterländischen Beckum möglich. Der Badesee befindet sich im Naherholungsgebiet Tuttenbrock (Stadtmarketing Beckum, Tel.: 02521/2999628, www.beckum.de).

Ein besonderes Badererlebnis bietet außerdem das Naturfreibad Heil in einem gleichnamigen Stadtteil Bergkamens. In einem Seitenarm der Lippe haben Besucher die Möglichkeit, in natürlicher Umgebung und abseits vom üblichen "Freibadrummel" zu schwimmen und unter den zahlreichen Schatten spendenden Bäumen zu verweilen (www.bergkamen.de).


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