Aus dem Polizeibericht

DNA brachte Dürener Polizei auf die richtige Spur
Von Redaktion [17.05.2008, 08.32 Uhr]

Ausgangssachverhalt war Mitte Januar 2008 eine Auseinandersetzung innerhalb der Drogen-Szene. Ein Dürener hatte zwei Tage nach der Tat angezeigt, dass mehrere ihm bekannte Männer ihn in seiner Wohnung verprügelt und beraubt hätten. Im Rahmen der Ermittlungen hatte die Polizei dann bei den in Frage kommenden Tatverdächtigen die angeordneten "Erkennungsdienstlichen Behandlungen" durchgeführt. Dabei wurde auch "DNA-Material" der Beschuldigten aufgenommen und zum Abgleich mit der DNA-Analyse-Datei an das Landeskriminalamt NRW übersandt.

Erfreulich, zumindest aus polizeilicher Sicht, war dann vor kurzem die Rückmeldung des LKA in Bezug auf den zwischenzeitlich durchgeführten Spurenabgleich. Daraus ergaben sich gleich zwei "Treffer", die für die beweissichere Aufklärung anderer Straftaten relevant sind. So konnte einem heute 20 Jahre alten Mann aus Nörvenich nachgewiesen werden, dass er an seinem 18. Geburtstag beim Einbruch in eine Nörvenicher Schule an der Bahnhofstraße und dem dabei erfolgten Diebstahl von Elektronikgeräten und Bargeld beteiligt war. Ein jetzt 21 Jahre alter Tatverdächtiger aus Düren hatte im November 2005 körpereigenes Spurenmaterial beim versuchten Einbruch in das Nörvenicher Schloß hinterlassen.

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Regelmäßig führt der zeitnah zu den festgestellten Straftaten hinzu gezogene Kriminaldauerdienst umfangreiche Maßnahmen zur Spurensuche und Spurensicherung an Tatorten durch. Dabei ist es nicht immer einfach, eine unversehrte Spurenlage vorzufinden, denn die Geschädigten haben oft das nachvollziehbare Bedürfnis, möglichst schnell wieder Ordnung herzustellen. Die Aufklärungswahrscheinlichkeit einer Straftat steigt jedoch mit der schonenden Behandlung möglicher Spuren. Betroffene sollten im Schadensfall ohne jeden Zeitverzug die Polizei informieren und mögliche Spurenträger zwischenzeitlich nicht anfassen. Dass sich die Mühe lohnt, zeigen solche Auswertungsergebnisse, mit denen aus einer einfachen Tatortspur dann eine echte "Erfolgsspur"
wird.

So haben auch diese Spurenauswertungen dazu geführt, dass die Ermittlungen gegen die nun bekannt gewordenen beiden Beschuldigten erneut aufgenommen werden konnten. Hinweise zum behutsamen Umgang mit Tatortspuren finden Interessierte auch auf der Homepage der Kreispolizeibehörde Düren www.polizei-dueren.de .


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