Nun geht die Arbeit richtig los
Initiative für Familie im Kreis Düren gestartet
Von Redaktion [17.05.2008, 08.27 Uhr]
![]() Die Kinder der Kita Jüngersdorf brachten dem Kreis und seinen 15 Kommunen bei der Gründung der „Initiative für Familie im Kreis Düren“ ein Ständchen. |
„Initiative Familie im Kreis Düren – eine runde Sache“. Der Slogan bringt’s auf den Punkt: Das Bündnis, das sich am 15. Mai, dem „Internationalen Tag der Familie“, im Kreishaus Düren offiziell gegründet hat, ist das 100. in Nordrhein-Westfalen und das 500. bundesweit – runder geht’s nun wirklich nicht. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gratulierte zu der Punktlandung herzlichst. „Ich bin stolz auf den Kreis Düren“, zitierte Landrat Wolfgang Spelthahn aus dem Glückwunschschreiben der „Mutter der Nation“, die allen Beteiligten ihre persönliche Anerkennung ausrichten ließ.
Ein Kompliment, das sich an diesem Spätnachmittag an rund 180 Menschen aus dem Kreis Düren richtete, denen Familie eine Herzensangelegenheit ist. „Diese Bündnisgründung ist ein historischer Meilenstein“, wertete der Landrat als Schirmherr die Unterzeichnung der Gründungsdeklaration. Die Initiative werde von allen politischen Parteien getragen, betonte er. Und von zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen und vielen Privatleuten unterstützt, wie ein Blick ins Publikum zeigte. Sie alle verfolgen das eine Ziel, den Kreis Düren familienfreundlicher zu machen, wobei vom Baby bis zu den Senioren alle einbezogen werden. „Durch unsere gemeinsame Arbeit sollen die Familien ein spürbares Plus an Lebensqualität in ihrem Alltag gewinnen“, so der Landrat. Dadurch steigere man zugleich die Zukunftsfähigkeit des Kreises.
Einer der Arbeitsschwerpunkte wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein. Seit einem Vorbereitungstreffen im Februar beackern bereits fünf Arbeitsgruppen ausgewählte Schwerpunktthemen. Kinderbetreuung, Unternehmenspolitik, Lebensumfeld, generationenübergreifende Zusammenarbeit sowie Erziehung und Bildung stehen dabei im Blickpunkt. Die Sprecherinnen dieser AGs stellten der Versammlung das bereits Geleistete und schon Geplante im Überblick vor. Dabei blitzten zahlreiche gute Ideen auf.
Ein gedruckter Wegweiser sowie ein Internetauftritt mit Infos und Angeboten für Familien, eine Familienrabattkarte, regelmäßige „Tage der Familie“, der Aufbau eines Tauschrings für Dienstleistungen sind nur einige Beispiele. „Weitere Ideen sind herzlich willkommen“, lud Elke Ricken-Melchert, als Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren federführend bei der Gründung, zum Mitmachen ein. Viel gewonnen wird, wenn die schon vorhandenen Ressourcen und fachlichen Kompetenzen vernetzt und transparent gemacht werden. Das unterstrich auch der Landrat mit Blick auf Familien-Aktivitäten in Düren und Jülich: „Am erfolgreichsten sind wir, wenn wir alle Kräfte bündeln.“
Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im NRW-Familienministerium, stellte die familienpolitischen Leistungen und Vorhaben von Bund und Land im Überblick vor. „Kinder dürfen keine Armutsfalle sein. Wir müssen es Eltern ermöglichen, ein ausreichendes Einkommen zu erzielen“, forderte sie und würdigte das U 3-Betreuungsangebot „Kreismäuse“ der Kreisverwaltung als in dieser Hinsicht „vorbildlich“. IHK-Geschäftsführer Dr. Gunter Schaible wünschte der Initiative einen langen Atem: „Sie werden in den Unternehmen auf Beharrungsvermögen treffen, schnelle Erfolge werden nicht die Regel sein.“ Dabei seien es oft kleine und gar nicht kostenintensive Maßnahmen, die den berufstätigen Eltern im Alltag nützen.
Welche Bereicherung Kinder sind, führte eine Blockflöten- und Tanzgruppe des Dürener Kindergartens St. Marien eingangs vor. Sehens- und hörenswert auch das Familienzentrum Langerwehe/Kita Jüngersdorf: Die Kinder hatten die Wappen des Kreises und seiner 15 Kommunen gebastelt und zogen singend in den Saal ein. So stellten sie der Reihe nach reimend die ganze kommunale Familie vor und nahmen dabei das kreisweit einheitliche Bündnis für Familie vorweg.
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