Ausstellung bis 7. September

Max Ernsts Roman-Collagen in Brühl
Von Redaktion [10.05.2008, 08.50 Uhr]

"Eines der wohlgehüteten Geheimnisse der Kunst des 20. Jahrhunderts", "ein Jahrhundertbuch" nennt Werner Spies, Kurator der Ausstellung "Une semaine de bonté", den Bilder-Roman von Max Ernst, dessen Originalcollagen bis 7. September im Max Ernst Museum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Brühl zu sehen sind.

Erstmals können alle Blätter, die der umfangreichsten und berühmtesten Bildgeschichte des Surrealismus zugrunde liegen, nach mehr als 70 Jahren vollständig der Öffentlichkeit präsentiert werden. "Das ist eine Sensation", so Achim Sommer, Direktor des Max Ernst Museums.

Alle 184 Originalblätter des Collageromans entstanden im Jahre 1933 während eines dreiwöchigen Aufenthaltes von Max Ernst in Italien. Das Prinzip des Bilder-Romans, als gleichsam visuelle Keimzelle des Surrealismus, ist ebenso einfach wie genial.

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Als Ausgangsmaterialien verwendet Max Ernst Holzstiche illustrierter Populärromane, naturwissenschaftlicher Zeitschriften oder Verkaufskataloge des 19. Jahrhunderts, die er durch perfekte Schnitt- und Klebetechnik motivisch so umdeutet, dass bizarre Szenen mit beißendem gesellschaftskritischem Tenor entstehen: Macht, Gewalt, Folter, Mord, Katastrophen und rätselhafte Mischwesen beherrschen die Kulissen der großbürgerlichen Interieurs des 19. Jahrhunderts.

Die in Kooperation mit der Albertina in Wien entstandene Ausstellung gewährt den äußerst seltenen Blick auf eines der Schlüsselwerke des Surrealismus. Bis zum 7. September 2008 wird die Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl und im Anschluss in der Hamburger Kunsthalle zu sehen sein.

Der begleitende Katalog von 320 Seiten mit Farbabbildungen aller Collagen sowie Beiträgen von Werner Spies und Jürgen Pech ist zum Preis von 22 Euro im Max Ernst Museum erhältlich.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr und an jedem ersten Donnerstag im Monat von 11 bis 21 Uhr zu sehen. Eintritt: Erwachsene 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).
Adresse und weitere Infos: Max Ernst Museum Brühl. Ein Museum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), Comesstraße 42 / Max-Ernst-Allee 1, 50321 Brühl, Tel. + 49 (0) 22 32 / 57 93 116, www.maxernstmuseum.lvr.de


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