Kreisdürener Maßanfertigung war Messestar
Von Redaktion [08.04.2008, 23.26 Uhr]

Der 11 Meter lange Einsatzleitwagen des Kreises Düren hat etwas von einem Schweizer Taschenmesser: Er ist rot, kompakt und multifunktional einsetzbar. Allerdings ist er kein Serienprodukt, sondern eine Sonderanfertigung, bundesweit einzigartig. Damit war ihm große Aufmerksamkeit beim 24. Bundeskongress Rettungsdienst in den Messehallen Kassel gewiss, denn die zweitägige Leistungsschau richtet sich an ein Fachpublikum. Unmittelbar am Messe-eingang geparkt, war der ELW aus dem Feuerschutztechnischen Zentrum (FTZ) des Kreises in Stockheim nicht zu übersehen.

„Die Resonanz war riesig, damit habe ich nicht gerechnet. Die Besucher standen Schlange, um sich die Kommunikationsmöglichkeiten unseres Einsatzleitwagens erläutern zu lassen“, berichtete FTZ-Leiter Hermann-Josef Cremer nach dem ausgefüllten Wochenende. Fachleute von der Landesfeuerwehrschule Kassel sowie von Berufsfeuerwehren aus Hamburg, München, Berlin und Wiesbaden, aber auch aus Aachen und Köln nutzten die Gelegenheit, das High-Tech-Gerät ausführlich unter die Lupe zu nehmen.

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Wenn der ELW an seinem Einsatzort die Backen aufbläst, wächst sein Teleskop-Aufbau von 2,50 auf 4,60 Meter Breite. In diesem Stabsraum stehen der Einsatzleitung dann alle moder-nen Kommunikationsmittel zur Verfügung. Per UMTS (Universal Mobile Telecommunications-System) ist der Wagen mit der Rettungsleitstelle in Stockheim verbunden. Aktuelle Daten werden im 30 Sekunden-Takt ausgetauscht. Damit verfügt der Kreis Düren im Falle von Großschadenslagen über eine Einsatzleitstelle vor Ort, von der aus zum Beispiel alle 500 an der Rur vorhandenen Rettungsfahrzeuge dirigiert werden können. In Kassel demonstrierten Hermann Josef Cremer und sein Team die neue Übertragungstechnik. Sie ermöglicht es der Einsatzleitung, von jedem Ort der Erde aus in Sekundenschnelle mit der Leitstelle in Stockheim zu kommunizieren. „Diese Technik wird künftig Standard sein“, waren sich die beeindruck-ten Fachleute einig.

Kaum in den Kreis Düren zurückgekehrt, erreicht den FTZ-Leiter eine Mail von Dr. Thorsten Hauer. Er erbat von Cremer die Genehmigung, Fotos aus dem ELW im Kapitel Katastrophenschutz seines Lehrbuches veröffentlichen zu dürfen.


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