Eifel-Ardennen-Allianz auf der ITB
Von Redaktion [12.03.2008, 22.37 Uhr]

Drei Landräte, vier Bürgermeister und der Chef  Nationalpark-Verwaltung präsentierten die Eifel auf der internationalen Tourismus-Messe in Berlin.

Drei Landräte, vier Bürgermeister und der Chef Nationalpark-Verwaltung präsentierten die Eifel auf der internationalen Tourismus-Messe in Berlin.

Die Welt zu Gast in Berlin: Fünf Tage präsentierten sich rund 180 Länder auf der weltgrößten Tourismus-Messe, der ITB. Über 11.000 Aussteller zeigten der Welt ihr Sonntagsgesicht, darunter Eifel und Ardennen. Das Pfund, mit dem das grüne Grenzland – längst ein Land ohne Grenzen – wuchert, sind Natur, Kultur, Wasser, Gastronomie und Events.

Als die „Naturerlebnis-Topregion in Europa“ in einer Pressekonferenz einige ihrer Leuchttürme vorstellte, war die Resonanz riesig. Rund zwei Dutzend Journalisten informierten sich über das bald vollständig geschlossene Radwegnetz auf stillgelegten Eisenbahntrassen, über die touristische Zukunft der Burg Vogelsang und die Kunstakademie Heimbach.

Ideengeber Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, stellte die geplante Bildungseinrichtung auf Burg Hengebach an der Rur vor, die noch in diesem Jahr zur anspruchsvollen Topadresse für Kreative werden soll. „Mit den Workshops werden wir Menschen aus nah und fern für mehrere Tage in die Eifel locken. Auf Burg Hengebach können sie sich in angenehmer Atmosphäre unter Anleitung renommierter Künstler schöpferisch betätigen“, umriss Landrat Wolfgang Spelthahn das Konzept.

Schwerpunkte werden auf Film- und Fotokunst liegen, aber auch Malerei, bildende Künste und Musik werden zum Angebot gehören. Mit Prof. Dr. Frank Günter Zehner, bis zu seiner Pensionierung Chef des Rheinischen Landesmuseums Bonn, wurde ein exzellenter Fachmann als Künstlerischer Leiter gewonnen. Mit Otmar Alt zählt ein international bekannter Künstler zur Dozentenriege. Mittlerweile ist sie auf ein Dutzend angewachsen. „Wir bieten einer älter werdenden Gesellschaft sinnvolle Freizeitmöglichkeiten an und fördern damit zugleich die regionale Wirtschaft“, nannte Spelthahn beide Seiten der Medaille.

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Mit dem zugkräftigen Nationalpark und dem hoch gelobten Kammermusikfestival „Spannungen“ hat das kleine Städtchen Natur und Kultur bereits liiert. Die ganzjährig geöffnete Kunstakademie wird dem Hotel- und Gaststättengewerbe weitere Impulse geben. Für die Burg selbst steht ein Hotelinvestor bereit.

In Berlin zeigte die Eifel-Region gemeinsam Flagge – ganz so, wie NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben es dort vor der Presse generell gefordert hatte. Neben Landrat Wolfgang Spelthahn waren seine Amtskollegen Carl Meulenbergh (Aachen) und Günter Rosenke (Euskirchen) ebenso vor Ort wie die Bürgermeister Axel Buch (Hürtgenwald), Bert Züll (Heimbach), Theo Steinröx (Monschau) und Hubert Breuer (Simmerath).

Bei ihrem Rundgang steuerte die Gruppe aus der Eifel auch den Stand des Nationalparks Eifel an. Thomas Kroll und seine Kollegen in Rangerkluft informierten die Messebesucher aus aller Welt dort anschaulich über die planmäßige Rückkehr des Buchenwaldes. Mit Bildern von Schwarzspecht und Wildkatze gaben sie NRWs einzigem Nationalpark auch ein tierisches Gesicht.

Der Simonskaller Hotelier Peter von Agris und sein Geschäftspartner Stefan Laskewitz präsentierten in Berlin ihr satellitengestütztes Erlebniswander-System. Durch Inserate von Gastronomen finanziert, stellen sie Wanderern die High-Tech für ihr Handy kostenlos zur Verfügung. Ganz Deutschland haben sie bereist präzise kartiert und mit touristischen Infos angereichert. Während das Navi-System meist von Spezialisten genutzt wird, ist der Karten-Download ein Renner für jedermann: 280.000 Nutzer bedienten sich 2007 unter www.egotrek.de. Von Agris: „Wanderer lieben Papier. Allein 50.000 Rureifel-Karten wurden letztes Jahr heruntergeladen und ausgedruckt. Das macht sich natürlich auch in meinem Betrieb bemerkbar.“


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