„Seele, vergiss nicht die Toten“

Passions-Konzert in Dürener Marienkirche
Von Redaktion [14.02.2008, 06.35 Uhr]

Zwei unbekannte Totenmessen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, das Requiem op. 60 von Gabriel Rheinberger und das „Hebbel- Requiem“ von Max Reger, stellt Cappella Villa Duria erstmals in Düren anlässlich des Passionskonzerts am Sonntag, 17. Februar, um 18 Uhr in der Dürener Marienkirche vor.

Bereits 1857 beschäftigte sich der 18jährige Rheinberger mit dem Requiem – 10 Jahre später vollendete er sein Requiem op. 60, arbeitete es unter dem Eindruck des Requiems von Cherubini noch einmal vollständig um und instrumentierte es neu. In dieser Fassung fand am 12. Dezember 1870 die Uraufführung des Requiems statt, das bei Publikum und Presse hohe Anerkennung fand: „… ein in Conception und Durchführung wahrhaft großartiges und stylvolles Werk…“

Rheinberger widmete das 1872 erstmals gedruckte Werk unter dem Eindruck des deutsch-französischen Kriegs „Dem Gedenken der im Deutschen Kriege 1870-1871 gefallenen Helden“.

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Regers „Hebbel-Requiem“ entstand während einer Konzerttournee ein halbes Jahr vor seinem Tod im Sommer 1915. Reger widmete es – wie Rheinberger 1872 – „Dem Andenken der im Krieg gefallenen deutschen Helden“. Text – es handelt sich um das Hebbel-Gedicht „Requiem“ aus dem Jahr 1840 – und Musik machen aber deutlich, dass Reger hier unter dem Eindruck der Schrecken des 1. Weltkriegs keineswegs eine nationalistisch gefärbte Hymne schrieb, sondern eher eine durch den Tod so vieler Menschen geprägte aufwühlende, zum Schluss aber auch versöhnliche Trauermusik, deren Wirkung sich niemand entziehen kann. Das für Alt-Solo, gemischten achtstimmigen Chor und Orchester komponierte Werk stellt höchste Ansprüche an Chor und Orchester – eine große Aufgabe für die Ensembles der Cappella Villa Duria.

Als Solisten des Konzerts werden zu hören sein: Marion Schoeller, Sopran, Beatrix Bardy, Alt, Axel Thoennes, Tenor, Magnus Piontek, Bass. Die Leitung von Chor und Orchester der Cappella Villa Duria liegt in den Händen von Johannes Esser.

Eintrittskarten zum Preis von 18, 20 oder 22 Euro gibt es an der Theaterkasse (02421/251317), im Bürgerbüro (02421/252004) und an der Abendkasse.


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