Ausstellung bis 29. Februar

Düren: Sandra Zarths „Ode an die Abwesenheit“
Von Redaktion [11.02.2008, 06.09 Uhr]

Käthe Rolfink (r.) und Kreisdirektor Georg Beyß eröffneten im Kreishaus die Ausstellung „Raumdurchschreitung und Remanenz“ der Kölner Künstlerin Sandra Zarth (2.v.r.).

Käthe Rolfink (r.) und Kreisdirektor Georg Beyß eröffneten im Kreishaus die Ausstellung „Raumdurchschreitung und Remanenz“ der Kölner Künstlerin Sandra Zarth (2.v.r.).

„Niemals geht man so ganz“, sang die unvergessene Kölnerin Trude Herr. So gesehen könnte Sandra Zarth ihre Enkelin sein. Die Kölner Künstlerin beschäftigt sich nämlich mit dem Phänomen, dass die Frage nach dem „Da-Sein“ für uns Menschen nicht so einfach mit einem Ja oder Nein zu beantworten ist. „Ich bin dann mal weg“ bedeutet für Sandra Zarth ganz und gar nicht, dass nicht doch etwas zurückgeblieben ist von dem Abwesen-den. Etwas Zartes in jedem Fall, das zu spüren man feine Antennen benötigt, die Antennen einer Künstlerin. Und gerade dieses Nicht-Sichtbare versucht die junge Frau in ihren Bildern einzufangen. Eine große Herausforderung - zweifellos.

Wie die Otmar-Alt-Stipendiatin sie meistert, zeigt die Ausstellung, die Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses, und Kreisdirektor Georg Beyß jetzt im Kreishaus Düren eröffneten.

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Es sind kleinformatige Kollagen und großflächige Öl- oder Acrylgemälde, die, so die Hamburger Kunsthistorikerin Gaby Schulze, als „Ode an die Abwesenheit“ zu verstehen sind. Die äußere Naivität der Werke sei nur Anschein. „Der Nachhall des Abwesenden füllt den Raum“, erläuterte die Fachfrau während der Vernissage, die Katharina Hoffmann (Cello) und Sandra Zarths Lebensgefährte Wolfgang A. Noethen (Gitarre) musikalisch begleiteten.

Für ihre ungewöhnliche Ausstellung, die bis zum 29. Februar im Kreishaus Düren während der Öffnungszeiten zu sehen ist, hat die Kölnerin einen vielsagenden Titel gewählt. „Raumdurchschreitung und Remanenz“. Wobei Remanenz als Restmagnetismus zu verstehen ist, unsichtbar, aber gleichwohl noch vorhanden, nachdem der Magnet entfernt wurde. Damit thematisiert Sandra Zarth genau das, was Künstler leisten wollen: dem Betrachter die Augen öffnen für ein neues Sehen.


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