Ehrenamtliche Helfer gesucht

Amphibienwanderung im Kreis Düren steht bevor
Von Redaktion [05.02.2008, 08.25 Uhr]

Regnerisches Wetter und Bodentemperaturen von über fünf Grad Celsius sind angekün-digt – Bedingungen, unter denen Amphibien ihre Winterquartiere verlassen, um ihre Laichgewässern aufzusuchen. Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren weist deshalb darauf hin, dass in den nächsten Tagen mit Amphibienwanderungen auf den Straßen zu rechnen ist. Um die Tiere vor dem Überfahrenwerden zu bewahren, gibt es viele Amphibienzäune im Kreis Düren, die seit langem von Naturschutzverbänden und örtlichen Gruppen betreut werden.

Die ehrenamtlichen Naturschützer fangen die Tiere ein und tragen sie über die Straße, wo sie ihre Wanderung fortsetzen. Wer sich an den Amphibienzäunen, die etwa in Düren, bei Merken, Müddersheim und Siersdorf stehen, engagieren will, wendet sich an Gertraud Eberius (Telefon 02421/54163) oder Achim Schumacher (02421/391374).

Alle Fahrzeugführer werden gebeten, in den nächsten Tagen und Wochen in den Berei-chen, an denen die Helfer im Einsatz sind, besonders vorsichtig zu fahren. Ein Appell an alle: Die Amphibienschutzzäune dürfen nicht beschädigt werden.

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Urvater der Amphibien ist der Quastenflosser, der bei Trockenperioden kurze Strecken über Land zu einem neuen Gewässer kriechen konnte. Vor 360 Millionen Jahren gingen dann die Amphibien an Land und waren über rund 60 Millionen Jahre die beherrschende Gruppe unter allen Wirbeltieren auf der Erde. Diese Entwicklung vom fischähnlichen Le-bewesen zum Landlebewesen vollziehen die Amphibien bis zum heutigen Tage Jahr für Jahr aufs Neue, wenn aus der Kaulquappe ein Frosch, eine Kröte oder ein Molch wird. Dies stellt quasi ein naturgeschichtliches Ereignis im Zeitraffer dar.

Obwohl aus dem Wasser stammend, leben die meisten Amphibien heute an Land und suchen das Wasser nur noch zum Laichen, zur Fortpflanzung, auf. Jedes Frühjahr ziehen sie zu Hunderten aus ihren Winterquartieren über teils große Entfernungen zu ihrem Laichgewässer. Erstaunlich sind dabei ihre Zielstrebigkeit und ihr Orientierungssinn. Durch den Bau von Straßen, durch Entwässern und Planieren von Feuchtgebieten, durch Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln etc. wurden bzw. werden die Lebensräume der Amphi-bien zerschnitten oder zerstört. Etliche Amphibienarten sind vom Aussterben bedroht. Nicht erst seit heute weiß man, dass Amphibien ein wichtiges Glied in der ökologischen Kette darstellen.


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